wassermann von Martin Sebastian Moritz AstrologieWassermann (Aquarius)
Freiheit, Forscherdrang und Originalität oder
‘Alles anders‘

Element: Luft
Qualität: Fest
Polarität: Männlich
Aktives (Männlich) Festhalten und Ausformen Lassen (Fest) des Geistig-Mentalen (Luft).
Dem Löwen gegenüber liegt im Tierkreis das faszinierend-exotische Wesen des Wassermanns. Das Symbol stellt einen Wasserträger dar, der das Wasser (stellvertretend für Ideen, Freiheit, Inspiration) über die Welt ausgießt. Es ist das Zeichen der Originalität und des Ausbruchs aus dem Herkömmlich-Konventionellen. In der psychologischen Astrologie wird dem Wassermann das Moment der Exzentrizität zugewiesen, also die Triebkraft, die Menschen ‚außer‘ sich sein, immerfort ‚ausbrechen‘ lassen, neue Wege suchen und Blickwinkel suchen lässt. Wir haben es hier – im diametral gegensätzlichen Lebensgefühl zum Zeichen Löwen – mit einem ‚Leben auf der Meta-Ebene‘ zu tun, nicht im Mittelpunkt, wie beim Löwen, sondern ‚Außen vor‘, gleichsam über allem schwebend, in luftigen Höhen.
Man vergleicht sich zwar mit anderen und fühlt sich in Gruppen von Gleich- und Ähnlich Gesinnten wohl, kann sich aber nirgends ganz und gar als dazugehörig fühlen, man bleibt ‚immer ein bisschen anders als alle anderen.‘

Talente:
Witzig, kameradschaftlich und unkonventionell, möchte man diese Naturen gern für den Freundes- und Bekanntenkreis gewinnen. Die genialen Wassermänner können von ihrem ‚Hochsitz‘ der schon erwähnten ‚Meta-Ebene‘ einen kristallklare, differenziert-objektive Blick auf das Leben und auf die Menschen werfen. Von ihrer Warte aus hat man von oben eine gute Übersicht für alle Trends, gesellschaftliche Entwicklungen und Gruppenprozesse. Diese werden immerfort analysiert und kommentiert; witzig und geistreich. Schillernd und unabhängig, freiheitsliebend und experimentierfreudig, ist das Leben hier niemals langweilig. Und so findet man hier auch talentiert Erfinder, Wissenschaftler, Philosophen und Humanisten.

Die Fallen:
Für manchen Mitmenschen, insbesondere für gefühlvolle Wasser-Naturen, mag ein Wassermann kalt und unnahbar erscheinen. Das Verlangen, immer einen gewissen ‚Sicherheitsabstand‘ zu seinen Mitmenschen zu haben ist eng mit der Angst vor ‚Überfremdung‘ und emotionaler Abhängigkeit gekoppelt. Bei zu viel Distanz kann man aber tatsächlich auch vereinsamen. Sowohl im Außen, als auch im eigenen Inneren mag man sich dann als Fremder und Außenseiter fühlen, den keiner versteht. Geniale, sprunghafte, innovative Ideen können für die anderen 11 Tierkreiszeichen ferner schwer zu fassen sein, so dass man in die Isolation eines ‚weltfremden Spinners‘ gerät. Zu guter Letzt mag eine gewisse automatisierte Neigung zum Widerspruch und zum ‚Anti‘ die Psyche ‚verkrusten‘ und einen unbeweglich und starr werden lassen. Auch kann der Wunsch, immerfort alles umzureissen und zu revolutionieren eine destruktive Note bekommen, vor der man sich in Acht nehmen sollte…

Lernaufgaben und Herausforderungen:
Zentrierung: Versuchen, sich nicht immer durch ’so bin ich NICHT‘, über ein ‚Ich bin…‘ zu definieren, auch zu dem Preis, dass man dann am Ende des Tages ein Stück weit auch wie alle anderen ist.
Lebenskompatibilität: Nicht alle Ideen und Konzepte sind wirklich Alltags-tauglich.
Nähe zulassen: Andere an sich heranlassen, die sprichwörtliche Tür kann ja trotzdem immer offen bleiben…

Wassermann: Kalligraphie von Martin Sebastian Moritz

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