Schütze von Martin Sebastian Moritz AstrologieSchütze (Sagitarius)
Begeisterung und Horizonterweiterung oder
‘Über den Tellerrand schauen’

Element: Feuer
Qualität: Beweglich
Polarität: Männlich
Im extrovertiert-aktiven (Männlich) Austausch des eigenen Egos (Feuer) mit der Umwelt (Beweglich).
Bild zum bewegliches Feuer:
Die olympische Fackel, die um die ganze Welt getragen wird, aber auch lodernde Scheiterhaufen oder das das höllische Fegefeuer, in denen alle ‚Ketzer‘ geläutert werden.
Das Symbol des Schützen ist der Kentaur, ein Fabelwesen aus halb Pferd, halb Mensch, der mit seinem Bogen einen Pfeil in die Weiten des Horizontes abschießt. Ob und wo dieser Pfeil jemals ankommt, ist nicht so wichtig. Die Reise ist wichtiger als das Ziel, das Suchen wichtiger als das Finden, alles bleibt immer im Bewegung. Und so ist man unter diesem Zeichen mit der Horizonterweiterung beschäftigt, und zwar sein ganzes Leben lang. In der psychologischen Astrologie wird dem Schützen, der gegenüber den Zwillingen liegt, das Moment des Glaubens und der Erkenntnis zugewiesen. In den Zwillingen geht es noch um das Einholen von so vielen Informationen wie möglich, das kritische Abwägens des Einerseits und Andererseits. Im Schützen wird alles angesammelte Wissen zur Synthese verschmolzen, zu einem ‚Das Ganze ist mehr als seine Einzelteile‘. Und so finden wir hier die Reisenden und Gläubigen des Tierkreises, die Lernenden und Lehrenden, die Visionäre und Philosophen.

Talente:
Schützen sind begeisterungsfähig und können andere mitreißen mit ihrem Verve und Idealismus. Ihre Neugierde und ihr Wissensdurst werden von einem unerschütterlichen Optimismus gespeist, der nie versiegt, egal wie viele Enttäuschungen auf sie warten auf ihrem ambitionierten Weg der großen Erwartungen. Wer viel erwartet und hoch stapelt, der kann halt auch leicht desillusioniert werden. Zwei Seiten einer Medallie. Geborene unter diesem Zeichen wollen stets über den Tellerrand gucken und sich, in ihrem überschwänglichen Streben nach Wissen und neuen Erfahrungen, auch weit ‚aus dem Fenster lehnen‘. Wenn man dann herunterfällt, was solls? Man steht wieder auf und klettert erneut nach oben, auf der Suche nach neuen Abenteuern. Wie alle Feuerzeichen, sind auch die Schützen ehrlich und impulsiv, hier aber mit einer ausdrücklichen idealistischen Note. Woran sie glauben, woran sie sich berauschen, das wollen sie auch weitergeben. Humorvoll und unterhaltsam, mutig und klug, sind diese Naturen immer gut dafür, andere aufzuheitern und wieder Mut zu machen. Frei nach dem Motto: Weiter, immer weiter!

Die Fallen:
Die hohen Maßstäbe, die hier an das Leben angelegt werden, können dazu verführen, auf andere herabzusehen und pragmatischere, weniger idealistischere Naturen als banale, geistige Tiefstapler abzuwerten. Das Leben im Wolkenkuckucksheim macht abgehoben und so verliert man Bodenhaftung und den Kontakt zu seinen Mitmenschen. Und so sind große Fallen Arroganz, Verbohrtheit und Intoleranz. Denn wenn man von etwas überzeugt ist, lässt man andere Meinungen nur noch schwer zu. Auch sollte man sich manchmal fragen: ‚Was nützen die faszinierendsten Theorien, wenn sie nicht durchdacht und anwendbar sind‘? Eine weitere mögliche Falle besteht darin, dass man nach Höhenflügen so stark abstürzen kann, dass unweigerlich nach Phasen der Manie, solche der Depression kommen und einen zu überwältigen drohen. Auch ist die Fähigkeit des geduldigen und aufmerksamen Zuhörens, ähnlich wie beim gegenüberliegenden Zeichen Zwillinge, nicht gut ausgeprägt. Kombiniert man dieses Merkmal mit einer gewissen Neigung zu Egozentrik und des Verfolgens der Maxime nach ‚Ehrlichkeit um jeden Preis‘, können diese Naturen sehr unsensibel und verletzend sein.

Lernaufgaben und Herausforderungen:
Toleranz: Lernen, dass es nicht ‚die Wahrheit‘ gibt, sondern dass eine solche für jeden Menschen auch komplett anders aussehen kann.
Bodenhaftung: Es gibt neben allen Höhenflügen und rauschhaften Idealen auch noch so etwas wie ‚Alltag‘.
Vorsicht und Diplomatie: Nicht immer alles gleich 1:1 durchstellen, ohne es kritisch durchleuchtet zu haben und versuchen, andere nicht zu oft vor den Kopf zu stoßen.

Schuetze: Kalligraphie von Martin Sebastian Moritz

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