Martin Sebastian Moritz

Psychologische Astrologie

Jupiter in Fische Martin Sebastian Moritz Psychologische Astrologie Berlin Hamburg

Jupiter in Fische: Pünktlich zum Jahreswechsel kehrt der blaue Riesenplanet zurück in eines seiner beiden Heimatzeichen

  • Jupiter war in diesem Jahr schon einmal von Mitte Mai bis Ende Juli in Fische und hat uns einen Vorgeschmack gegeben.
  • Am 29.Dezember tritt er nun erneut in sein klassisches Domizilzeichen ein, wo er dann bis zum 10.Mai verweilen wird
  • Nach einer Phase der Rückläufigkeit und einem kurzen Aufenthalt in Wassermann kehrt er am 28.Oktober zurück ins Fischezeichen
  • Am 20.Dezember tritt Jupiter dann in das Zeichen des Neuanfangs; Widder, ein
  • Jupiter in Fische fordert uns auf, Grenzen zu überwinden und unkonventionell zu denken. Diese Kombination fördert Gnade, Hoffnung und spirituelles Wachstum.
  • Im April treffen dann Jupiter und Neptun auf 24° Fische aufeinander; eine Power-Konjunktion!

Jupiter: der blaue Riesenplanet  

Sonne, Mond sind die beiden ‚Lichter‘ im Horoskop.  Merkur, Venus und Mars sind ‚persönliche‘ Planten. Diese fünf Himmelskörper repräsentieren Anteile unserer Persönlichkeit. So steht Mond für unser instinktives Verhalten und Mars für Durchsetzungsvermögen. Die Planeten Jupiter und Saturn für internalisierte Prinzipien und bilden eine eigene Gruppe unter den sogenannten Langsamläufern, auch „überpersönliche Planeten“ genannt. Deswegen werden diese auch ‚überpersönliche‘ Planten genannt. Bis zum Ende des 18.Jahrhunderts waren diese 7 Planeten die Grundlage der Horoskop-Interpretation. Hinter Saturn würde nichts mehr kommen, so glaubte man. Uranus wurde 1781 entdeckt, Neptun 1846  und Pluto 1930. Viele Astrologen arbeiten dann auch noch mit dem Asteroiden Chiron, der 1977 entdeckt wurde. 

Glück oder Chance?

Jupiter verweilt im Durchschnitt ein Jahr in einem Zeichen. Er braucht also ca. 12 Jahre, um einmal den Tierkreis zu umrunden.  Früher wurde Jupiter ‚Glücksplanet‘ genannt. Heute sieht man ihn eher als ‚Chancenplanet‘. Denn in der modernen psychologischen Astrologie wird der Mensch eher als Gestalter seiner Lebensumstände gesehen und nicht als passives Opfer seines Geburtshoroskops.

Jupiter im Geburtshoroskop zeigt an:

  • Allg. Vertrauen in das Leben und seinen Sinn, Suche nach dem persönlichen Gott
  • Sinn für Ideale, Expansionsbestreben
  • Bereitschaft, sich mit sich selbst auf reflektiver Ebene auseinanderzusetzen
  • Auf welche Weise fühlt sich ein Mensch „reich“ und beschenkt?
  • Einstellung zu sozialen Werten, Bereitschaft zu teilen und darauf zu vertrauen, das aus dem Geben wieder Nehmen erwachsen kann
  • Güte und Bereitschaft, zu verzeihen
  • Fähigkeit und Bestreben zu reifen
  • Fähigkeit zu geniessen und sich zu belohnen (Hier Verwandtschaft zur Venus!)
  • Inspirationsfähigkeit: wo wird man inspiriert und kann andere inspirieren?

In der karmischen Astrologie

  • Wo profitiert der Horoskopeigner von den guten Taten aus einem vorherigen Leben? Wo erfährt er Unterstützung?

Ein ’schwach‘ gestellter Jupiter im Horoskop:

  • Macht eher pessimistisch, defensiv, kleinmütig
  • Glaubt, nie Glück zu haben, vom „Schicksal“ ungerecht behandelt zu werden
  • Hat schnell ein schlechtes Gewissen, wenn er/sie sich etwas gönnen soll

Ein zu ‚dominant‘ gestellter Jupiter im Horoskop:

  • Macht eher arrogant, eitel, genusssüchtig, selbstgefällig, intolerant und bigott, gierig
  • Die Suche nach einem immer höheren Ideal kann nur schwer gestillt werden

Das Zeichen, zu dem Jupiter gehört, ist der Schütze, in der klassischen Astrologie auch die Fische.

Jupiter in Fische – Sehnsucht und Hoffnung

Fische – das rätselhafteste der 12 Tierkreiszeichen

In seinem eigenen Zeichen kann sich Jupiter voll entfalten. Mehrere Jahre konnte er in den von Saturn regierten Zeichen Steinbock und Wassermann nur eingeschränkt agieren. Daher ist davon auszugehen, dass sich eine deutlich wahrnehmbare Wandlung im allgemeinen Lebensgefühl bemerkbar machen wird.  Das Symbol besteht aus zwei Fischen, die in entgegen gesetzte Richtungen zu schwimmen versuchen. Sie sind verbunden mit einer Nabelschnur. In der psychologischen Astrologie wird mit den Fischen – als einem der ‚dualen‘ Zeichen – das vorherrschende Lebensgefühl von Ambivalenz verbunden. Man fühl sich hin- un hergerissen, zwischen der Sinnlichkeit der ‚realen‘ Welt und der ‚übersinnlichen‘ Sehnsucht nach dem lustvollen Aufgehen in einer anderen, feineren und gnädigeren Welt.

Neue Solidarität?

Das Fische-Zeichen macht einfühlsam, sensibel, kreativ. Jupiter aktiviert hier eine grenzenlose Schwingungsbereitschaft mit den Mitmenschen.  Die Härte und Bedrohung, unter der wir in letzten beiden Pandemiejahren zu leiden hatten, wird nun noch einmal mehr spürbar. Zumal, da davon auszugehen ist, dass diese Herausforderung sich noch mindestens über das nächste Jahr ausdehnen wird. Vielleicht findet eine Art neu empfundener Solidarität statt? Eine Änderung des Bewusstseins? Unter der Bedrohung der Pandemie schlummert ja schliesslich – viel lebensbedrohlicher! – die Bedrohung des Klimawandels.

Ambivalenz

Es geht also weder in die eine, noch in die andere Richtung. Das bedeutet: Ambivalenz. Fische haben zwei Gesichter und zwei Seelen; ein Teil möchte sich im Hier und Jetzt herumtummeln, der andere möchte fliehen, in eine andere Welt. Diese andere Welt kann vielseitig sein. Entweder leben die schillernden Wesen in den inspirierenden Sphären der Musik, Kunst und Verkleidung. Oder sie widmen sich den Hilfe am Nächsten in sozialen Bereichen. Auch Finanzen bieten sich an, da Geld an sich auch etwas Flüchtiges haben kann. Leider kommt es auch vor, dass sich die sensiblen Fische treiben lassen und dem harten Leben nicht gewachsen sind. Sie mögen sich als Opfer fühlen und können sich angezogen fühlen von allerlei gefährlichen Substanzen wie Alkohol und Drogen, oder auch anderen Süchten erliegen. Der tiefe Wunsch hinter jeder Handlung und jedem Bedürfnis ist immer der Wunsch nach Verschmelzung und Nähe.

Empathie

Fische sind mitfühlend, empathisch und können mit ihren hauchzarten Antennen all jene atmosphärischen Schwingungen in der Luft wahrnehmen, von denen die betroffenen Beteiligten selbst gar nichts merken. So können diese Naturen ’spüren‘, wenn es jemanden nicht gut geht und möchten dann helfen, da sie im Stillen mit leiden. Mit viel Phantasie und der Fähigkeit zum (Tag)-Träumen gesegnet, findet man hier viele Künstler, aber auch Angehörige helfender Berufe. Insbesondere Musik und Tanz sind gute Vehikel, in denen man seine verfeinerten Bedürfnisse nach Inspiration, Trost und lustvollem Sich-Verlieren befriedigen kann. Fische nehmen sich selbst nicht so wichtig und verfügen oft über einen feinen Humor und einen gewissen Abstand zu sich selbst, sind dabei aber nicht sarkastisch, sondern bleiben immer liebevoll. Nicht unbedingt eines der ehrgeizigsten Zeichen, können sich Fische-Geborene auch herrlich treiben lassen und das Leben so nehmen, wie es ist.

Hypersensibilität

Da Fische-Geborene so derart hypersensible Wesen sind, laufen sie Gefahr, vom harten Alltag überrannt zu werden, von weniger zarten Mitmenschen ausgenutzt oder gar für ihre Gutgläubigkeit ausgelacht zu werden. Auch mögen sie Schwierigkeiten haben, Phantasie von Wirklichkeit zu unterscheiden. Wenig willensschwach und leicht zu beeinflussen, können sie den Kontakt zu sich selbst und dem, was sie eigentlich wollen, verlieren. Wenn es Leben nicht so läuft, wie man es gern hätte, mag man sich als Opfer fühlen und in Selbstmitleid zerfließen. Hinzu kommt, dass der Energiehaushalt sehr schwankt und mit ihm Nervensystem und psychische Verfassung. Alles, was ‚hilft‘, dem Alltag zu entfliehen; Drogen, Alkohol, Parallelwelten (z.B. Internet), sowie andere Suchtquellen können eine starke Sogkraft ausüben und sollten daher nur mit Vorsicht genossen werden.

Jupiter-Neptun-Konjunktion im April

Aufgehen, Abheben oder Abgleiten?

Verbinden sich Jupiter und Neptun zu einer Konjunktion, so entsteht eine ganz besondere kosmische Melange. Auf Mundanebene zeigt sich hier oft eine seismische Verschiebung in der Wahrnehmung kollektiver Trends.

 Was macht diese Verbindung so besonders?

Die Begegnung der beiden Himmelskörper trägt immer eine hoffnungsvolle Note in sich. Beide Planeten regieren das hypersensible Fische-Zeichen; Neptun als moderner; Jupiter als klassischer Herrscher. Das Symbol stellt zwei Fische dar, die an einer Nabelschnur miteinander verbunden sind und in verschiedene Richtungen schwimmen wollen. Dies bedeutet Widersprüchlichkeit und Ambivalenz, aber auch eine tiefe Sehnsucht, in etwas aufzugehen oder sich in etwas zu verlieren. Jupiter steht für Vertrauen, Glauben, Ideale, Sinn, Optimismus, Edelmut und Glück. Neptun symbolisiert Träume, Sehnsucht, Grenzenlosigkeit, Symbiose und Nächstenliebe. Im Zusammenspiel ensteht hier eine Art Erlöser-Konstellation, die Hoffnung auf eine bessere Zukunft macht.

Schattenseiten?

Doch Moment mal! Was ist mit den Schattenseiten? Jupiter kann genauso gut Übertreibung, Gier und Verschwendung mit sich bringen. Neptun mag Vernebelung, Täuschung und Verwirrung in sich tragen. Eine Konjunktion kann also auch die Tendenz zu übertriebenen Hoffnungen und Verblendung bedeuten. Man mag Opfer von Verführung, abwegigen Ideologien und versponnenen Weltanschauungen werden, von religiösem Wahn oder rauschhaftem Zuständen. Egal, in welche Richtung diese besondere planetarische Vereinigung tendiert, sie wirkt immer intensiv.