Martin Sebastian Moritz

Psychologische Astrologie

King Charles III Horoskop Martin Sebastian Moritz

Horoskop King Charles III

Er hat lange gewartet auf diesen Augenblick. Mit 73 Jahren tritt er endlich den Job an, für den er geboren wurde. Ein Blick auf sein Geburtshoroskop und auf die wichtigsten Schlüsselpersonen, die ihn prägten…

 

Charles Philip Arthur George Mountbatten-Windsor, *14.11.1948, 21:10h in London

Bildquelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:HRH_The_Prince_of_Wales_Allan_Warren.jpg

King Charles II Psychologische Astrologie

King Charles II (1630 – 1685), glamouröser Namens-Vorfahr

Wer war Namensvorgänger Charles II?

Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis man ‚King Charles‘ anstatt ‚Prince Charles‘ sagt, es ist so neu und ungewohnt! Vielleicht lohnt es sich, kurz einen historischen Abstecher zu unternehmen und seinen Namens-Vorgänger zu begutachten. Der letzte Charles, Charles II, ein Stuart aus Schottland, war eine äussert schillerde Gestalt, er lebte von 1630 bis 1685 und erbte den Thron von seinem unglücklichen Vater, Charles I, der 1649 geköpft wurde. Nach dem blutigen Bürgerkrieg der 1640er Jahre war Großbritannien für eine kurze Zeit von 10 Jahren eine Republik. Unter der Regierung von Oliver Cromwell (1599 -1658), der die Monarchie abschaffte, dabei aber selbst wie ein absolutistischer König herrschte, gab es wenig zu feiern. Der strenge Puritaner schaffte Theater ab, Musik, Tanz und Feste waren verboten. Nach seinem Tod holte man Charles, Prince of Wales, aus dem Exil in Holland zurück nach London.

Konstitutionelle Monarchie

Aber nur unter der Bedingung, dass dieser dem Parlament weitgehende Zugeständnisse machen musste. Der Anfang zu einer konstitutionellen Monarchie. Diese lebt davon, dass der Monarch eher repräsentiert, als regiert. Charles kam an seinem 30.Geburtstag zurück nach London unter großem Jubel. Die Menschen sehnten sich nach Prunk, Glamour und einer Identifikationsfigur. Nun sollte wieder alles gut werden. Und obwohl zwei der größten Katastropen Londons in seine Regierungszeit fallen (die große Pest, 1665, der große Brand, 1666), ist diese Zeit, als ‚Restaurantion‘ bekannt, eine kulturelle Blütezeit.

Könige werden bei Bedarf aus dem Ausland importiert

Charles II war ein humorvoller, geselliger, sinnesfreudiger, aber auch verschwendungssüchtiger Monarch mit vielen Mätressen und ohne legitime Nachkommen. Er sah seinem französischem Cousin, Ludwig XIV übrigens optisch sehr ähnlich. Wie dieser hatte er  große braune Augen, eine großen Nase und sinnliche Lippen. Sein Bruder James regierte nach ihm, allerdings nur 3 Jahre und musste, da er vom Katholizismus nicht lassen wollte, fliehen; verjagt von seinem protestantischen holländischen Schwiegersohn, William of Orange, der dann die Regierung übernahm. Diesen Vorgang kennt man unter ‚Glorious Revolution‘, da kein einziger Tropfen Blut floss. Jedoch war William impotent, so dass die Krone nach dem Tod seiner Nachfolgerin Queen Anne (1665 -1714) erneut ohne Erben da stand, da alle ihre 14 (!) Kinder entweder tot zur Welt kamen oder früh starben. Also wieder frisch improvisiert und eine Königsfamilie vom Festland importieren. Auftritt Haus Hannover mit ihrer Reihe von Georgs, von Georg I. bis Georg IV. Und danach kam 1837 Queen Victoria, die Ahnherrin der jetzigen Windsor-Dynastie. 

Ein europäischer Ahnen-Mix

Charles III ist ebenfalls eine Mischung verschiedener europäischer Einflüsse. Vater Philip hatte deutsche Wurzeln (Familie Battenberg, 1917 umgenannt in Mountbatten), sein Großvater war von von den Griechen als König importiert worden. Seine Mutter Elizabeth II war zur Hälfte Schottin, da deren Mutter, Queen Mum (1900 – 2002) Schottin war.

Charles‘ Leben zeichnet sich – typisch für krisenresistente Skorpione – durch Willenskonflikte und Machtkämpfe aus.  Beim Volk war er eigentlich nie besonders beliebt, galt als mimosenhafter Exzentriker mit Vorliebe für biologisch nachhaltigen Anbau und Denkmalpflege. Dabei hatte er eigentlich nur zwei Aufgaben:

  1. Für Nachwuchs zu sorgen. Wir wissen alle, wie das ausging. Noch heute nehmen ihm einige übel, wie er Princess Di vernachlässigte und sie mit Camilla betrog. Aber ist das nicht Schnee von gestern? Camilla, mittlerweile Königin, ist beliebt, weil sie bescheiden und bodenständig ist. Und mit William und Kate und ihren drei fotogenen Kindern stehen die Nachfolger schon in den Startlöchern. Also: gut gemacht!
  2. Brav zu warten, bis seine Mutter stirbt, denn abdanken kam für die Queen nie in Frage, hatte sie doch anlässlich ihres 21.Geburtstages über das Radio vor Millionen von britischen Untertanen geschworen, lebenslang zu dienen. Charles konnte warten, eine Saturn-Tugend übrigens. Aber auch Tugenden von Pluto (Resilienz), und Chiron (Wunden lecken). Aber eins nach dem Anderen. Wir sollten uns sein Horoskop in Ruhe unter die Lupe nehmen. Was ist Charles eigentlich für ein Mensch? Und welche Personen haben sein Leben geprägt? Seine Radix enthält einige prägnante Konstellationen, die von diesen Personen aktiviert wurden; manche harmonisch, manche in Spannung. 

Schwierige Beziehungen zu den Eltern, aber zum Glück gibt es gibt Ersatz

Charles‘ Beziehung zu seinen Eltern war schwierig, ebenso seine Ehe zu Diana. Doch drei Personen bildeten in seinem Leben ein konstantes positives Supportsystem; Lord Louis Mountbatten, Queen Mum und Camilla. Die ‚männlichen‘ (Yang-)Planeten Sonne und Mars finden wir in prägnanten Positionen. Die Sonne (Vaterfiguren, Selbstbewusstsein) steht herausfordernd mit harten Winkeln zu Chiron und Pluto. Mit Aszendent Löwe ist die Sonne auch die Horoskopherrscherin und steht im 5.Haus der Kinder, Flirts, Selbstdarstellung. Mars steht sehr sportlich und ambitioniert in Schütze in einer weiten Konjunktion zu Jupiter.

Prägnante männliche und weibliche Planeten

Die weiblichen (Ying-)Planeten Mond und Venus stehen ebenfalls prägnant. Mond in 10 auf dem kritischen Grad von 0° Stier in Konjunktion zum Nordknoten zeigt ein verantwortungsvolles (Haus 10) Karma (Knoten) an. Das Trigon zu Jupiter (optimistisches Gemüt) und das Sextil zu Uranus (gefühlsmäßige Freiheit) gelten nur begrenzt, da die Zeichenbeziehungen nicht stimmig sind. Jupiter steht noch in Schütze, das Zeichen das zu Stier ein natürliches Qunicunx bildet und Uranus steht noch in Zwillinge, zu Stier im Halbsextil. Der Mond herrscht im 12. Haus, ein Hinweis auf Heimlichkeiten und Schwierigkeiten, mit den eigenen emotionalen Bedürfnissen ins Reine zu kommen. Die Venus steht in ihrem eigenen Zeichen – Waage – auf dem IC, in Konjunktion zu Neptun und im Sextil zu Pluto. Dies deutet auf eine schöngeistige, sanfte, sensible Natur hin, die gleichzeitig sehr leidenschaftlich (Pluto) sein kann. Venus herrscht neben dem 4. auch im 11.Haus der Freundschaften und Gleichgesinnten, ein Hinweis auf die Paarung von Romantik und Freundschaft. 

Horoskop Charles III: Interessante Radix-Faktoren:

  • Aszendent Löwe, Horoskopherrscher Sonne in Skorpion auf der 5.Häuserspitze
  • Sonne-Pluto-Quadrat, Pluto in Haus 1
  • Saturn in Jungfrau in Haus 2
  • Mond auf kritischem Grad von 0° Stier in Haus 10 (in Konjunktion zur Sonne der Mutter)
  • Sonne-Konjunktion Chiron (wie bei der Mutter)
  • Venus-Neptun Konjunktion in Waage auf dem IC
  • Mars-Jupiter-Konjunktion in Schütze in Haus 5

Ersatzvater Lord Louis Mountbatten (1900 – 1979) und Vater Prince Philip (1921 – 2019)

Lady Diana Spencer (1961 – 1997), Queen Elizabeth II (1926 -2022), Camilla Parker-Bowles (*1947), Queen Mum (1900 – 2002)

Vater- und Mutterfiguren; ‚richtige‘ und ‚falsche‘ Frauen

Skorpion als Wasserzeichen ist sensibel und sucht Liebe und Geborgenheit. Die Skorpion-Sonne bildet eine Konjunktion zu Chiron, dem verwundeten Heiler. Seine scheue Sensibilität war von Anfang an ein Störfaktor für seine resolute Umgebung. Schließlich: Boys will be Boys! Anlässlich seiner Geburt 1948 als erstes von vier Kindern der damaligen Prinzessin Elizabeth und ihres Mannes, Prinz Philip, war das vom 2.Weltkrieg gebeutelte Großbritannien in Feierlaune.

Ein Thronerbe! 

Ein Thronerbe, und Gottseidank ein Junge. Das britische Empire, in dem die Sonne niemals untergeht, stand allerdings gar nicht so strahlend da. Die britischen Städte waren zu großen Teilen zerstört, die Menschen mussten immer noch hungern, da Lebensmittel rationiert waren. Eine graue Zeit. Ein Jahr zuvor hatte sich auch auch Indien, das schönste Juwel aus der Krone des britischen Kononialreichs, in die Selbständigkeit verabschiedet, und weitere Kolonien würden folgen. Auch war Großbritannien keine Weltmacht mehr, die USA, bei denen die Briten in Milliardenhöhe in der Kreide standen, hatten die kleine Insel längst überholt. 

Die Krönung 1953

Am 6.Februar 1952 stirbt Charles‘ Großvater George VI, im Alter von nur 56 Jahren. Elizabeth und Philip machen gerade eine Public Relations-Tour durch Afrika (ohne Kinder), als sie die Nachricht erreicht, dass Elizabeth nun Königin ist. Dies hat Konsequenzen auch für Charles. Denn wenn der 4-Jährige seine Eltern vorher schon selten sah, so wird diese Zeit von nun an noch viel knapper. Schlimmer noch; seine Mutter ist nun auch gleichzeitig seine Monarchin. Eine Art Super-Chefin, eine fast göttliche Figur, vor der sich alle verbeugen müssen. Charles‘ Mond steht in Stier sehr sinnlich, solche Kinder brauchen viele Streicheleinheiten und sind sehr taktil. Von Elizabeth ist aber bekannt, dass sie mit ihren Kindern nie besonders körperlich war und wirklich locker und entspannt eher nur mit Hunden und Pferden war.

Mond auf einem kritischen Grad

Charles‘ Mond steht auf einem kritischen Grad von 0°. Was heißt das? Ein Planet ist im Bereich von 0° bis 1° noch neu im Tierkreiszeichen und kennt sich noch nicht so gut aus, bildlich gesprochen. Die Farben, Stimmungen, Regeln und Bedürfnisse in diesem Tierkreisland sind noch neu. Da Elizabeths‘ Sonne ebenfalls auf Anfang Stier steht, ist hier von einer starken Bindung auszugehen. Sonne-Mond-Konjunktionen gelten in der Partnerschaftsastrologie als stärkster Aspekt. Ebenfalls steht der Nordknoten (karmische Aufgaben in diesem Leben) auf Anfang Stier bei Charles. Die Stellung des Mondes im 10.Haus (Berufung, Autoriätspersonen, Pflichterfüllung) ist sehr stimmig für einen Thronerben. Der Mond im 10. Haus fühlt sich erhaben, wenn er seiner Berufung folgen kann und kann lange Durststrecken durchstehen. Dies ist auch bitter nötig! Der laufende Saturn geht in den Jahren 1952 und 1953 über seinen IC (Zuhause), zieht dann durch das 4.Haus, und berührt in Konjunktion seine sensible Venus-Neptun-Verbindung. Und diese Konjunktion hat es in sich…

Venus-Neptun

Venus steht in ihrem Waage-Domizil sehr stark und bekommt durch Neptun eine sehnsüchtige, feine, aber auch sehr verletzliche Note. Im 4.Haus besteht ein tiefes Bedürfnis nach einem schönen Zuhause. Später wird er dieses in Form seines Herrenhauses Highgrove finden, wo er sich ein traumhaftes Gartenreich schafft. Sein Interesse für Kunst, Literatur, Architektur und Botanik wird im Elternhaus allerdings nicht viel gefördert.Wer also kann ihn unter die Fittiche nehmen?  

 

Eine ambivalente Beziehung zur Mutter…

Die kühle Queen? 

Die Queen war nicht dafür bekannt, dass sie leicht Emotionen zeigte oder eine besonders warmherzige Mutter war. Sie hatte zu viel zu tun, musste sich nebenbei auch noch um ihre quirlige und anspruchsvolle Mutter, ihre kapriziöse Schwester und ihren agilen Mann kümmern. Das heißt aber nicht, dass sie nicht auf ihre eigene Art eine durchaus enge Bindung zu ihrem Sohn hatte. Dieser bewunderte sie, wie er es oft durchblicken ließ. Trotzdem muss es quälend gewesen sein, so viele Jahre immer nur zusehen zu können, wie die Queen regierte und er nicht zum Zuge kam. Der letzte Prince of Wales, der ähnlich lange warten musste, war übrigens Edward VII, der erst 1901, im Alter von 60 Jahren den Thron von seiner Mutter, Queen Victoria, erbte. Es blieben ihm immerhin noch 9 Jahre zum regieren, bevor er 1910 starb. Dieses Jahrzeit ist als ‚Edwardian Age‘ in die Geschichte eingegangen, eine kulturelle Blütezeit, kurz vor dem 1.Weltkrieg.

Synastrie

Charles‘ Sonne bildet eine Konjunktion zum Saturn der Queen. Mit AC Steinbock ist Saturn Horoskopherrscher der Monarchin und definiert den Kern ihrer disziplinierten, zähen und etwas kühlen Persönlichkeit. Charles‘ Sonne, also sein Ego, sein Wesenskern, wird durch den Saturn der Mutter diszipliniert, in Grenzen gehalten und daher auch frustriert. Eine Beziehung, in der es um Langlebigkeit und Verantwortung (Saturn) geht. Durch die Stellung von Charles‘ Chiron auf dem MC der Königin wird angezeigt, dass die Berufung der Mutter (MC) auf Kosten des Sohnes geht und eine Wunde (Chiron) darstellt.

Der Chiron der Königin wiederum, in Konjunktion zu ihrer Sonne, steht auf Mond-Nordknoten des Sohnes. Es geht also wieder um Verwundungen (Chiron). Elizabeth II erbte den Thron von ihrem Vater George VI (1895 – 1952), der wiederum einspringen musste, weil sein Bruder gekniffen hatte und die Krone aufgab. Elizabeth wäre wahrscheinlich viel lieber nicht Königin geworden, sondern hätte ein ruhiges Leben auf dem Land geführt. Das gleiche gilt höchstwahrscheinlich auch für Charles. Das eigene Schicksal ist an das des Vaters (Elizabeth), bzw. an das der Mutter (Charles) gekoppelt.

Karma und Machtlosigkeit

Und weiter geht’s: Charles‘ Sonne im Quadrat zu Mars-Jupiter der Königin bringen hohe Erwartungen (Jupiter) und Kräftemessen (Mars). Das Quadrat zum Neptun der Königin kann als Anzeichen dafür gelesen werden, dass es Missverständnisse und Schwächungen (Neptun) zu Lasten von Charles (Sonne) gab. Andererseits steht Charles‘ Pluto auf dem Mond der Königin, eine leidenschaftliche Beziehung. Der Mond; sprich die Erfahrung eigener Mütterlichkeit (Elizabeth) trift auf das Gefühl der Machtlosigkeit (Pluto) und des Ausgeliefertseins (Pluto). Einer der wenigen astrologischen Lichtblicke ist das Trigon von Charles‘ Mars zum Pluto der Mutter; er unterstützt ihre Macht; sie transferiert ihre Macht (Pluto) auf seine Männlichkeit (Mars).

Charles Aspekt Mutter Elizabeth II
  • Sonne
  • Chiron
  • Mond
  • Sonne
  • Sonne
  • Pluto
  • Mars
  • Konjunktion
  • Konjunktion
  • Konjunktion
  • Quadrat
  • Quadrat
  • Konjunktion
  • Trigon
  • Saturn
  • MC
  • Sonne-Chiron
  • Mars-Jupiter
  • Neptun
  • Mond
  • Pluto

Eine liebevolle und lebenslustige Großmutter

Die Rettung für den stotternden Großvater

Die Queen Mum, eigentlich Elizabeth Bowes-Lyon, jüngste Tochter eines schottischen Adligen und Millionärs, hatte ein aktives Leben und konnte ihre Löwe-Sonne in vollen Zügen ausleben. Nicht nur, dass sie es ihr gesamtes Erwachsenenleben lang schaffte, immer im Rampenlicht zu stehen, sie konnte sich immer alles leisten was sie wollte und war von Menschen umgeben, die ihr jeden Wunsch von den Augen ablasen. Vor allem für ihre mild-lächelnde Ausstrahlung bekannt, wissen nur wenige, dass sie unter dieser pinkfarbenen Knuddeligkeit einen Willen aus Stahl hatte und aus dem Hintergrund heraus viele Fäden innerhalb der königlichen Familie zog. Wer sich mit ihr anlegte oder sich ihrem Willen in den Weg stellte, zog den Kürzeren. 

Ursprünglich wollte die zarte, elfenhafte Debütantin zu Anfang der Swinging Twenties den damaligen Thronerben, den Prince of Wales, Edward, heiraten, doch der stand nicht auf sie. Nun trat sein jüngerer Bruder, der attraktive, aber schüchterne und stotternde Bertie (später George VI ) auf den Plan. Dieser war verliebt in die selbstbewusste Elizabeth und hielt um ihre Hand an. Sie sagte Nein. Einmal. Zweimal. Und dann schliesslich ja.

Eine Mutterfigur für Großbritannien

Bertie und Elizabeth; bis zum Thronverzicht des Bruders 1936, Duke und Dutchess of York (Heute der kürzlich aberkannte Titel von Charles‘ Skandalnudel-Bruder Andrew) bekommen zwei Töchter; 1926 Elizabeth und 1930 Margaret Rose. Eigentlich für ein royales Leben in zweiter Reihe vorgesehen, war der Schock groß, als Bruder Edward 1936 nach kurzer Zeit auf dem Thron verzichtete, um die geschiedene Amerikanerin Wallis Simpson zu heiraten. Bertie war schüchtern und stotterte; er brauchte seine Frau an seiner Seite, die einen beruhigenden, stabilisierenden Einfluss auf ihren Mann hatte. Zuerst waren die Briten skeptisch. Der neue König schien allzu farblos nach seinem glamorösen Bruder. Doch während des 2.Weltkrieges war das Königspaar eine große moralische Stütze für das Volk.

Witwe mit 51

Im Alter von nur 51 Jahren wurde Elizabeth Witwe. Sie bestand aber darauf, weiterhin aktiv zu sein und so wurde für sie ein neuer Titel erfunden: ‚Queen Elizabeth, the Queen Mother‘. Ihr verhasster Schwager, Ex-König Edward in Paris, lästerte: ‚Nur sie schafft es, in einem Titel gleich zwei Mal das Wort Queen unterzubringen.‘ Und in dieser Rolle geht sie auf. Sie wird überall hin eingeladen; Feste, Einweihungen, Opernpremieren, Gartenparties; nirgends darf sie fehlen, gerne mit einem Glas Pink Gin bewaffnet. Sie ist ansteckend mit ihrer Lebensfreude, alles Deprimierende und Traurige wird einfach ignoriert. Und so ist die Matriarchin eine Stütze für ihre Töchter und ihre Enkelkinder. Charles ist von Anfang an ihr Liebling, denn dieser erinnert sie an ihren sensiblen verstorbenen Ehemann Bertie.

Synastrie

Charles‘ Sonne steht in Konjunktion zum Skorpion-Mond der Queen-Mum. Also genau umgedreht wie bei seiner Beziehung zur Mutter (Charles‘ Mond und Sonne der Queen). Der Mond hat mütterliche Qualitäten und kann die Sonne nähren. Die Sonne wiederum unterstützt den Mond, in dem sie ihm eine Aufgabe gibt. Charles ist ihr ganzer Stolz. Sie bringt ihm alles bei, was ihr als Löwe-Sonne schön und liebenswert erscheint. Skorpion ist ein fixes Wasserzeichen und als solches gewohnt, durch Höhen und Tiefen zu gehen. Charles‘ Löwe-AC wiederum steht auf der Sonne seiner Großmutter. Auch dies eine innige astrologische Begegnung, das Löwe-Thema ist ja Stolz und Selbstbewusstsein.

Sein Mond steht im Trigon zu ihrem Saturn, sie liefert sozusagen das stützende Rückrad (Saturn) für seine Gefühle (Mond). Seine hypersensible Venus-Neptun-Konjunktion (Träumen, Sehnen, Suche nach der sensiblen Frau) bekommt per Trigon Unterstützung von ihrem Pluto (Kontrolle, Widerstandsfähigkeit). Sein Pluto steht auf ihrem IC; eine karmische Aufgabe, die Leidenschaft (Pluto) im familiär-privaten Kontext (IC) fördert. Charles hat in späteren Jahren immer für die ausschweifenden Parties der Queen-Mum gezahlt, denn die verschwenderische alte Dame liebte es, viele Gäste zu bewirten und blieb oft bis spät in der Nacht auf; trank Pink Gin und Champagner. Auch stellte sie während Charles‘ heimlicher Affäre mit Camilla ihr Schloss in Schottland zur Verfügung, ähnlich wie Großonkel Dickie Mountbatten. Charles‘ Jupiter in Konjunktion zum Saturn der Großmutter ist eine Kombination aus Hoffnung (Jupiter) und Realismus (Saturn), Ambition (Jupiter) und Zügelung (Saturn).

 

King Charles II Psychologische Astrologie
Charles Aspekt Queen Mum
  • Sonne
  • Mond
  • AC
  • Pluto
  • Venus-Neptun
  • Jupiter
  • Konjunktion
  • Trigon
  • Konjunktion
  • Konjunktion
  • Trigon
  • Konjunktion
  • Mond
  • Saturn
  • Merkur
  • IC
  • Pluto
  • Saturn

Ein Macho-Vater, der sich einen ‚richtigen‘ Jungen wünscht

Sonne-Chiron: Was ist mit Vater Philip?

Charles wird von Nannies großgezogen und hat eine sehr enge Bindung zu seiner Großmutter, die zum Zeitpunkt seiner Geburt noch Königin ist. Mutter und Vater werden als Repräsentanten des Königshauses durch die Welt geschickt, Charles (und seine Schwester Anne, geboren 1950), bleiben brav zuhause. Briefe der Queen Mum an ihre Tochter berichten, wie sehr Charles seine Eltern vermisst und was für ein lieber, sensibler Junge er sei. Die Sonne-Chiron-Konjunktion weist auf eine Wunde (Chiron) durch eine Vaterfigur (Sonne) hin, oder, anders gedeutet, auf eine verletzte Vaterfigur. Philip Mountbatten war ein blonder Hühne; stark und selbstbewusst, der es in der königlichen Marine bis zum Admiral hätte bringen können. Als Gemahl der künftigen Königin muss er allerdings seinen Beruf aufgeben. Und nicht nur das! Er muss auf seinen Titel ‚Prinz von Griechenland‘ verzichten und wird mit dem Titel ‚Duke of Edinburgh‘ entschädigt. Seine Kinder dürfen nicht seinen Namen ‚Mountbatten‘ tragen, sondern den Namen seiner Frau, ‚Windsor‘. 

Ein männliches Aschenputtel

Eine schlime narzisstische Kränkung. Er muss von nun an drei Schritte hinter seiner Gattin hertrotteln und darf Hände schütteln. Andererseits kommt er aus verkrachten Verhältnissen. Seine Mutter, Princess Alice, verbringt viele Jahre in Nervenheilanstalten wegen religiösen Wahns und gründet in Athen einen eigenen Nonnenorden. Sein Vater Andreas ist ein Playboy, der die Familie sitzen lässt und sich mit seiner Mätresse in Monte Carlo niederlässt. Philips Schwestern waren alle mit hochkarätigen Nazis verheiratet. Nicht gerade eine Familie, mit der man angeben kann… Philip ist also eine Art männliches Aschenputtel, der eine reiche Prinzessin heiratet. Er hat ein riesiges Ego und ist ein waschechter Macho. Seine Kindheit hatte er lange im Internat zugebracht, auf dem er Zucht und Ordnung lernen musste und vor allem, sich zusammenzureissen. Keine Gefühle zeigen, da diese ein Zeichen von Schwäche bei Jungs sind.

Abhärtung

Der sensible kleine Charles und der Macho-Vater sind kein Dream-Team. Philip hat viel mehr Freude an seiner resoluten Tochter Anne, die herumtobt, auf Bäume klettert und nie weint. Was tun? Charles muss abgehärtet werden, um jeden Preis. Und so wird er in den frostigen Norden Schottlands, auf das Bootcamp-Internat Gordenston, geschickt, auf dem Philip sich so wohl gefühlt hatte. Charles hasst es. Pluto äußert sich bei Kindern meist mit seiner Ohnmachts-Ausprägung und selten mit der machtvollen Seite. Umsonst versucht die Queen Mum ihren Einfluss geltend zu machen, um Charles in Eaton unterzubringen, nur einen Steinwurf von Windsor entfernt und somit in der Nähe der Familie. Charles wird von seinen Kameraden gepiesackt und bleibt Außenseiter. Prinz zu sein, ist ein Fluch. Andererseits ist man seinem Schicksal gegenüber wehrlos; Pluto in 1 (Eine besondere Wirkung auf Andere haben; polarisieren)  im Quadrat (Konflikte) zur Sonne (Identität, Vater).

Synastrie

Philips‘ Chiron (Wunden) steht auf dem MC von Charles (Berufung, Pflichten). Vielleicht eine Kränkung auf Philips‘ Seite, das Charles ‚einfach so‘ in seine Berufung hineingeboren wird, ohne irgendetwas dafür getan zu haben? Denn wie anders ist die Biographie von Philip gelaufen, wie hart hatte er kämpfen müssen, auf was hatte er alles verzichten müssen? Charles‘ tiefsinnige Skorpion-Sonne bildet ein Quadrat zu Philips‘ stolzem Löwe-Mond; eine ständige Reibung zwischen Vater und Sohn; keiner der beiden versteht den anderen. Philip, mit seiner Sonne-Mars-Konjunktion im quirligen Zwillinge-Zeichen ist ein Mann der Tat; umtriebig, agil, unsentimental.

Charles‘ Mars steht zu Philips‘ Sonne-Mars in Opposition. In Schütze ist Mars idealistisch und schwärmerisch; auch hier treffen also harte Gegensätze aufeinander. Charles‘ Schütze-Mars steht ausserdem im Quadrat zu Philips‘ Saturn, eine frustierende Konstellation für den Sohn. Hinzu kommt noch, dass die hypersensible Venus-Neptun-Konjunktion des Sohnes im Quadrat zum väterlichen Merkur steht; Streit und Befremdung sind vorprogrammiert. Trotzdem; es ist vor allem davon auszugehen, dass Charles sich sein Leben lang nach der Anerkennung des Vaters gesehnt hat, der Schwester Anne, ein Wildfang und hart im Nehmen, immer bevorzugt hat. 

Charles Aspekt Vater Philip
  • MC
  • MC
  • Merkur
  • Sonne
  • Mars
  • Venus-Neptun
  • Mars
  • DC
  • Saturn

  • Konjunktion
  • Konjunktion
  • Konjunktion
  • Quadrat
  • Opposition
  • Quadrat
  • Quadrat
  • Konjunktion
  • Trigon
  • Merkur
  • Chiron
  • MC
  • Mond
  • Sonne-Mars
  • Merkur
  • Saturn
  • Lilith
  • Venus

 

 

Erst Ersatz-Vater für Philip, dann für Charles…

Lord Louis ‚Dickie‘ Mountbatten; der narzisstisch gekränkte Prinz

Louis Battenberg kommt aus einem uralten deutschen Adelsgeschlecht und darf sich als Junge Prinz Louis nennen. Sein Vater ist Admiral der britischen Armee. Queen Victoria hat deutsche Vorfahren und ihr verstorbener Mann Albert war ebenfalls deutsch. Das deutsch-britische Kuddelmuddel im weit verzweigten britischen Königshaus darf also niemand verwundern. Kein Problem? Naja, eigentlich schämt man sich der deutschen Verwandschaft, allem voran für den jähzornigen Kaiser Wilhelm in Potsdam (Enkel von Queen Victoria). Dann bricht der 1.Weltkrieg aus. Großbritannien und das Deutsche Reich stehen im Krieg miteinander. 1917, als deutsche Bomben auf London fallen, die auch noch mit dem Fabriknamen Gotha (Das Königshaus trägt Alberts‘ Namen ‚Sachsen-Coburg-Gotha‘) bedruckt sind, ist die Stimmung im Volk auf dem Tiefpunkt. Warum sitzten bei uns eigentlich Deutsche auf dem Thron? 

Und wie soll man in einem solchen Krieg einem deutschstämmigen Großadmiral trauen? Louis‘ Vater fällt einem Coup zum Opfer und wird aus der Marine entlassen. Alle deutschen Royal-Verwandten, die in Großbritannien leben, werden aufgefordert, auf alle deutschen Adelstitel zu verzichten. Sie werden mit – weniger hochwertigen – englischen Adelstiteln entschädigt. Die Prinzen von Battenburg werden nun Lords of Mountbatten. Also darf Louis sich nicht mehr Prinz nennen. Der 17-jährige ist schwer gekränkt. Von nun an wird der ambitionierte, gutaussehende, hochgewachsene Mann, der auch zur Marine geht, alles daran setzen, dass diese Schwarte wieder ausgewetzt wird und er wieder in die oberste Schublade aufsteigt. 

Unermesslicher Reichtum

Durch die Heirat mit Edwina, der Erbin eines Millionenvermögens, tritt Louis in die glamoröse Welt der Londoner High Society der Swinging Twenties ein. Das Paar ist bekannt für seine Freude am Feiern, Flirten und Intrigen schmieden. Edwina ist nicht treu, was Louis, in der Familie Dickie genannt, zwar schmerzt, aber er weiß auch, wie man sich die Zeit versüßt und ist kein Kostverächter. Berühmt ist übrigens sein Uniform-Fetisch. Bis zu 5x am Tag zieht er sich um, er hat einen ganzen Saal für seine Anzüge und Uniformen. 

Große Pläne für Neffen Philip

Für Geld und Karriere ist also gesorgt. Aber wie kommt man wieder in das Zentrum der königlichen Familie zurück? Der Plan ist so einfach wie genia. 1939 arrangiert Dickie, dass sein 19-jähriger blendend aussehender Neffe Philip die königliche Familie bei einem Regimentsbesuch betreut. Er soll sich besonders um die beiden Prinzessinnen Elizabeth (13 Jahre) und Margaret Rose (9 Jahre) kümmern. Diese Begegnung ist schicksalhaft, denn die junge Elizabeth verliebt sich augenblicklich in den schönen großgewachsenen Cousin mit den blonden Haaren und den strahlend blauen Augen. Die beiden schreiben sich in den nächsten Jahren und dann verkündet Elizabeth dass sie Philip heiraten möchte.

Ihre Eltern sind not amused. Ein deutscher Prinz aus verkrachter Familie? Mit einer exzentrischen Mutter, die ketterauchend in grauer Nonnentracht in Athen den Armen hilft, ist nicht gerade ladylike. Und ein Playboy als Vater? Und was ist mit Philips‘ zahlreichen Schwestern, die in den 1930er Jahren alle mit namhaften Nazis verheiratet gewesen waren? Philip sieht zwar gut aus und macht in der Royal Navy eine beeindruckende Karriere, ist aber völlig mittellos.

Wieder springt Onkel Dickie ein. Er adoptiert seinen Neffen, gibt ihm seinen Namen Mountbatten und lässt ihn bei sich einziehen. Elizabeth wird auf eine Probe gestellt. Sie soll mit Schwester und Eltern eine monatelange Reise durch Afrika unternehmen. Wer weiß, wahrscheinlich kühlt die Schwärmerei dann ab… Aber im Gegenteil! Elizabeth hält an ihrem Plan fest und die Eltern geben nach. 1947 ist die Hochzeit. Philip nimmt die englische Staatsbürgerschaft an und verzichtet auf seinen Titel als Prinz von Griechenland. 

Narzisstische Kränkung Teil 2

Jetzt, so glaubt Dickie, ist der Augenblick der Revanche gekommen. Von nun an wird das Königshaus nicht mehr Windsor, sondern Mountbatten heißen. Doch er hat die Rechnung ohne die Wirte gemacht. Nach seinem Plan soll gleich nach der Thronbesteigung die Namensänderung über die Bühne gehen. Doch sowohl Queen Mum als auch die uralte Queen Mary (Witwe Georgs V.), wie auch Premierminister Winston Churchill sind dagegen. Der Name Windsor steht für Traditon und klingt so herrlich ‚very British‘. ‚Mountbatten‘ ist ja auch nur die eingeenglischte Version von ‚Battenberg‘, und eigentlich steckt hinter dem Namen das Haus Glücksburg-Sonderburg. Das geht gar nicht! Philip muss sich bescheiden, Onkel Dickie den Schwanz einziehen.  

Staffelübergabe von Philip zu Charles

Anfang der 1950er Jahre. Die Geschichte wiederholt sich. Denn wieder ist ein Prinz in Not. Ironischerweise und ausgerechnet Philips‘ Sohn. Philip, den Onkel Dickie ja schon unter seine Fittiche genommen hatte. Doch irgendwie scheint Philip nicht in der Lage zu sein, auf den sensiblen Charles so einzugehen, wie dieser es braucht. Dickie hat Mitleid und echte Sympathie für den schüchternen, aber aufgeweckten Charles. Bei seinem Großonkel taut Charles auf, bei ihm fühlt er sich wohl. Hier bekommt er sowohl väterlichen Rat als auch freundschaftliche Förderung. Eine lebenslange enge Bindung, die erst mit dem brutalen Mord an Mountbatten 1979 endet. Diese väterliche ‚Staffelübergabe‘ von einem Schützling zum Nächsten ist in der Netflix-Serie ‚The Crown – zu sehen, die  natürlich größtenteils Fiktion ist, aber trotzdem interessant. Philip beklagt sich in einer Szene bei Sohn Charles, dass dieser ihm seinen angestammten Platz in Dickies‘ Herz gestohlen habe.

Dabei hätte er, Charles, doch einen Vater gehabt, nämlich ihn, Philip. Philip hingegen hätte keinen Vater gehabt, Prinz Andreas war ja an der Riviera mit seiner Mätresse.  Wie die drei Männer ihre Beziehungen untereinander im wahren Leben regelten, ist nicht bekannt. Aber dass Dickies‘ Herz gleichermaßen für Neffen Philip und Großneffen Charles schlug, daran besteht wohl kein Zweifel. Auch stand wohl fest, dass Philip, mittlerweile in seinen 30er und 4oer Jahren der Hilfe seines Onkels und Förderers nicht mehr wirklich bedurfte.

Synastrie

Charles‘ Sonne steht im Trigon zu Dickies‘ Merkur-Venus-Konjunktion. Der Großonkel; der, diplomatisch und charmant jeden und jede becircen kann, versucht, Charles in die sozialen Feinheiten der Konversation (Merkur) und der Liebe (Venus) einzuweihen. Er ist es wohl auch, der dafür sorgt, dass der junge Charles sich ungestört auf dem Wohnsitz des Onkels amourös ausprobieren darf. Charles‘ Venus-Neptun-Konjunktion wiederum steht im Trigon zu Mond-Pluto von Dickie. Mond-Pluto-Menschen sind leidenschaftlich und tiefgründig. Hier verbinden sich zwischen zwei Männern harmonisch ihre weiblichen Planeten Venus und Mond in Unterstützung mit den Wasserplaneten Neptun und Pluto, es geht also um eine sehr gefühlvolle, liebevolle Beziehung. Andere Langsamläufer gehen, ähnlich wie bei der Queen (ebenfalls Jahrgang 1900), harmonische Winkel zu Charles‘ Radix ein. Allen voran wieder Jupiter (Charles) in Konjunktion zu Saturn (Dickie), eine Disziplinierung (Saturn) von Idealismus (Jupiter).

Charles‘ Mond steht im Trigon zum Saturn des Großonkels; emotionale (Mond) Stabilisierung (Saturn). Charles‘ Saturn im Quadrat zu Dickies‘ Jupiter steht für die Verantwortung, die der 48 Jahre ältere Großonkel für seinen Schützling übernimmt, die viel Geduld (Saturn) erfordert. Zu hohe Erwartungen (Jupiter) werden frustriert (Saturn). Auch dass der Chiron von Mountbatten auf dem Mars von Charles zu Stehen kommt, ist eine astrologische Entsprechnung dafür, dass der junge Mann (Mars), für die Wunden (Chiron) des Älteren kämpft und umgekehrt. Da Chiron auch für Heilung und Trost steht, ist diese Mars-Begegnung von besonderem Wert, da Charles ein männliches Vorbild sucht. Charles‘ Sonne in Konjunktion zum Uranus des Großonkels steht sowohl für dessen Bestrebungen, die Eigenarten (Uranus) des jungen Prinzen herauszukitzeln, sowie dessen Willen, sich nicht verbiegen zu lassen. Lord Louis Mountbatten war in vielerlei Hinsicht eine unkonventionelle Vaterfigur, die sich nicht anpassen wollte (Uranus). 

Charles Aspekt Großonkel Louis Mountbatten
  • Sonne
  • Venus-Neptun
  • Jupiter
  • Mond
  • Mars
  • Saturn
  • Sonne

  • Trigon
  • Trigon 
  • Konjunktion 
  • Trigon 
  • Konjunktion 
  • Quadrat
  • Konjunktion
  • Merkur-Venus
  • Mond-Pluto
  • Saturn
  • Saturn
  • Chiron
  • Jupiter
  • Uranus

 

 

Diana…Warum ging nur alles schief?

Der Prinz und das kleine Mädchen

Diana träumte schon als Mädchen davon, eine Prinzessin zu sein. Früh von der Mutter verlassen, litt das sensible Krebs-Mädchen mit dem Wassermann-Mond, mit dem man sich schnell als Aussenseiterin fühlt, still vor sich hin. Mit zwei älteren Schwestern und einem kleineren Bruder lief sie Gefahr, einfach immer so mitzulaufen. Im Internat war sie beliebt aber auch als etwas eingebildet bekannt. Eigentlich wollte sie Tänzerin werden; aber Phasen des Ehrgeizes wechselten mit solcher der Lethargie; typisch Krebs-Sonne. 1979 fällt Lord Louis Mountbatten einem Sprengstoff-Attenttat der IRA (Irisch-Republikanische Armee) zum Opfer und Diana sieht im Fernsehen, wie sehr Prinz Charles trauert um seinen geliebten Großonkel. Als die beiden sich auf einer Gesellschaft kennenlernen, drückt sie ihm ihr tief empfundenes Mitgefühl aus. Zu dieser Zeit arbeitet sie in einem Kindergarten und putzt bei ihrer Schwester Sarah, mit der Charles zu dieser Zeit eine kurze Affäre hat.

Alles geht viel zu hastig!

Charles ist mittlerweile über 30 und die Presse und die Windsors werden langsam ungeduldig. Er soll nun endlich sesshaft werden. Schluss mit den Affären! Diana ist der königlichen Familie nicht unbekannt, sie ist die Enkelin einer Hofdame der Queen Mum; Lady Fermoy. Die alten Damen hecken einen Plan aus, denn Diana ist einfach zu ideal um wahr zu sein! Eine feenhafte Jungfrau aus gutem adligen Hause (trotz der Scheidung der Eltern), die, augenscheinlich sanft wie ein Reh, bestimmt gut formbar ist und sich sehr gut in die harte Alltagsroutine als Royal einarbeiten kann.

Charles muss sich eingestehen, dass die Frau, die er haben will (Camilla) nicht zur Verfügung steht, also was tun? Ewig warten? Nach dem Tod von Großonkel Mountbatten, der ihn in allem beraten hatte, und von Vater unter Druck gesetzt (‚Es wird jetzt endlich Zeit, also heirate Diana‘), ist er irgendwie merkwürdig willenlos. Als auch die geliebte Oma zu dem Schritt rät, knickt er ein. Diana andererseits kann ihr Glück gar nicht fassen; sie soll nun wirklich und wahrhaftig Prinzessin werden. Ihnen ist nicht klar, dass sie beide viel Zuneigung und Liebe vom Partner brauchen, denn in beiden Fällen waren die Mütter quasi ausgefallen. Als der Ältere erwartet Charles von Diana Unterordnung und Bewunderung. Diana widerum denkt, er könne sie beschützen und ihr liebevoll jeden Wunsch von den Augen ablesen. Aber anstatt das man den Beiden Zeit gibt, sich in Ruhe kennenzulernen, wird – husch husch, schnell schnell – der Hochzeitstermin festgesetzt. Von Beginn an zeigen sich Dianas‘ Ängste und nervösen Anfälle in Form von Eßstörungen. Die Queen wird später diese Störungen für das Scheitern der Ehe verantwortlich machen, obwohl diese ja Symptom und nicht Ursache sind.

Diana macht allen einen Strich durch die Rechnung

Das 19-jährige Mädchen ist überfordert von den Ansprüchen, dem Presserummel und der Einsamkeit im Buckingham Palace. Charles hat wenig Zeit für sie, niemand weist sie ein in die Pflichten eines Royals und während ihres ersten offiziellen Termins in Wales bricht sie in der Limosine in Tränen aus. Die Menschmengen überwältigen sie. ‚Das wird doch nicht immer so sein, oder‘? fragt sie einen Mitarbeiter. Die Antwort lautet ‚Doch, und es wird nie mehr aufhören‘. Was nun – peu a peu – in den nächsten Monaten passiert, ist etwas, womit niemand gerechnet hatte, am wenigsten sie selbst. Sie avanciert zum Liebling der Presse und der Menschen auf der ganzen Welt. Ihr natürlicher Charme, ihre besondere Gabe, auf Kinder, alte Menschen und all jene unbefangen zuzugehen, die schwach sind, steht im krassen Gegensatz zur eher förmlichen Art, mit der die anderen Royals sonst auf Menschen zugehen. Prinz William wird ein Jahr nach der Hochzeit geboren und wertet Diana noch mehr auf. Sie hat ihre Pflicht getan und einen männlichen Erbe produziert.

Von nun an geht’s bergab…

Charles und Diana haben von Anfang an verschiedene Interessen, jeder für sich ausgeprägte Charaktereigenheiten und so entfremden sie sich immer mehr. Es ist auch wenig hilfreich, dass Charles, der es bisher immer gewohnt war, im Mittelpunkt zu stehen, nun auf einmal von seiner schönen jungen Frau in den Schatten gestellt wird. Wenn sich die beiden zwischen den Straßenseiten aufteilen, muss Charles es sich von der Menge gefallen lassen, dass diese sich offenkundig enttäuscht zeigt, nicht Diana, sondern ’nur‘ ihn zu sehen. Das tut weh. Erst steht er sein Leben lang im Schatten seiner Mutter, nur um nun im Schatten seiner Frau zu stehen. Wie die Geschichte ausging, weiß jeder. Bittere Schlammschlachten, Skandale und böses Blut. Beide haben Affären (wobei er ’nur‘ Camilla hat) und irgendwann hat die Queen genug; die beiden müssen sich scheiden lassen. Obwohl sie eine fette Abfindung bekommt, wird ihr der Titel ‚Royal Highness‘ aberkannt und sie erhält keinen Personenschutz mehr. Von nun an ist sie auf sich alleine gestellt. Diana avanciert zur internationalen Celebrity, stürzt sich in Affären und kommt schliesslich 1997, gejagt von Paparazzi, bei einem Autounfall in Paris ums Leben.

Die Legende von der heiligen Diana

Wenn Diana vorher schon verehrt wurde, so wird sie jetzt zur Märtyrerin und zur Heiligen stilisiert. Charles kommt bei der ganzen Sache nicht gut weg. Und es dauert fast 10 Jahre bis er bei der Queen durchsetzt, dass er Camilla heiraten darf. Es ist mittlerweile viel Gras über die Ehe und den Tod von Diana Spencer gewachsen, aber ihre beiden Söhne sind lebendige Erinnerung an sie. Charles gilt als guter Vater und Großvater und die Öffentlichkeit scheint versöhnt.

Synastrie

In der Synastrie zwischen Charles und Diana weiß man gar nicht, wo anfzuangen mit den Spannungsaspekten. Charles Skorpion-Sonne steht in Oppositon zu Dianas Stier-Venus, der Machtmensch gegen die sinnliche, beharrliche Frau. Charles‘ Sonne steht ausserdem im Quadrat zu ihrem Wassermann-Mond. Da es sich um fixe Zeichen handelt, sind die Konflikte heftig. Skorpion gibt nicht nach, Wassermann geht in die innere Immigration und fühlt sich nur in seiner Aussenseiterrolle bestätigt. Dianas Uranus steht ebenfalls im Quadrat auf Charles‘ Sonne. Uranus ist der Planet, der größtmögliche emotionale Distanz anzeigt. Wahrscheinlich waren beide nicht in der Lage, für den anderen zu sorgen, sich einzufühlen und Toleranz aufzubringen. Im Grunde blieben sie sich immer fremd.

Charles‘ Schütze-Mars steht auf Dianas‘ AC, eine sexuell aufgeladene Attraktion, die jederzeit in den Kampfmodus wechseln kann. Im Prinzip war Diana zum Schluss schon durch ihr Auftreten (AC) eine Provokation (Mars) für Charles. Dianas Jupiter steht auf Charles‘ Deszendenten, er muss von ihrer positiven Ausstrahlung (Jupiter) angetan sein und ihrer anfänglichen Bewunderung seiner Person. Charles‘ Mond steht im Quadrat zu Dianas‘ Saturn. Die Verantwortung für die bedürftige und launische Diana waren von Anfang zu viel für Charles, der selber jemanden brauchte, der ihn stabilisiert. Zu guter Letzt ein Blick auf seinen Uranus auf ihrem Merkur. Es ist bekannt, dass seine intellektuellen Freunde und künstlerischen Interessen nicht nach ihrem Geschmack waren und sie sich von ihm in Gesprächen nie verstanden gefühlt hat.

 

 

Charles Aspekt Diana
  • Sonne
  • Sonne
  • Sonne
  • Merkur
  • Mars
  • DC
  • Mond
  • Mond
  • Uranus
  • Opposition
  • Quadrat
  • Quadrat
  • Konjunktion
  • Konjunktion 
  • Konjunktion 
  • Trigon
  • Quadrat
  • Konjunktion 
  • Venus
  • Mond
  • Uranus
  • Neptun
  • AC
  • Jupiter
  • Mars-Pluto
  • Saturn
  • Venus

Camilla…Am Ende finden die beiden doch noch zueinander

Eine starke Frau

1972, als sich Charles und Camilla kennenlernen, sind sie Mitte 20. Im Gegensatz zu ihm verfügt sie über mehr sexuelle Erfahrungen und ist überhaupt viel selbstbewusster und unbeschwerter; eine Frau, die sich von niemanden etwas sagen lässt. Alle anderen versinken vor Ehrfurcht vor His Royal Highness Prince Charles, den man mit Sir anzureden hat. Sie scheint aber überhaupt keine Ehrfurcht zu haben, sondern einfach nur an dem Menschen Charles interessiert zu sein. Die beiden stürzen sich in eine Affäre, wobei Camilla auch noch Andrew Parker-Bowles am Haken hat, einen schnittigen Polo-Spieler, auf den sie es schon seit einigen Jahren abgesehen hatte. Wer gewinnt das Rennen um die Gunst der selbstbewussten Camilla? Charles hat von Anfang die schlechteren Karten, da Camilla als Bürgerliche mit ‚Vergangenheit‘ (sexuellen Erfahrungen‘) als ernsthafte Heiratskandidatin ausscheidet.

Weil nicht sein kann was nicht sein darf…

Niemand nimmt die Affäre mit Camilla erst, vermutlich nicht einmal sie selbst. Der Einzige, der die Sache ernst nimmt, ist Charles selbst. Er ist verliebt. Camilla ist seine Traumfrau. Er versucht, bei seiner Familie für Camilla zu werben. Die ist ’not amused‘ und geht frisch ans Werk und hintertreibt die Beziehung. Camilla soll möglichst schnell Andrew Parker-Bowles heiraten, während Charles in die Karibik versetzt wird, auf einen öden militärischen Posten. Ein Schock für Charles. Niemand setzt sich für ihn ein, noch nicht mal Queen Mum und Großonkel Dickie Mountbatten.

Camilla scheint nicht ganz so am Boden zerstört zu sein wie der Prinz, hat sie doch immerhin ihre (zweite?) Wahl bekommen. Doch Charles wird an dieser Geschichte noch lange herumknabbern. Typisch für eine Skorpion-Sonne mit Quadrat zu Pluto stellt sich das Gefühl der Machtlosigkeit ein. Schlimmer noch; er wird hintergangen, alle sind gegen ihn, niemand nimmt ihn ernst. Kein Wunder, dass er nun, mit gebrochenem Herzen, für die nächsten Jahre als Playboy von sich reden macht, dem keine Kandidatin gut genug ist.

Der untreue Ehemann und die Ehebrecherin

Camilla hat im Vergleich zu Diana die schlechteren Karten. Nicht nur ist sie nicht so charmant und schön, sie ist die ‚Andere‘, die Dritte im Bunde. Ihr kommt die Rolle der Ehebrecherin zu. Charles kommt ebenfalls schlecht weg bei dieser Geschichte. Erst nach Dianas Tod, als er darauf besteht, dass die Mutter seiner Söhne ein Staatsbegräbnis bekommt und sich sehr um William und Harry kümmert, kann die breite Öffentlichkeit ihm vergeben. Bei Camilla dauert dieser Prozess noch, aber endlich, 2005, dürfen die beiden heiraten. Das neue Narrativ lautet nun: Was lange währt, wird endlich gut. Diese Liebe muss wirklich stark sein, wenn sie so lange andauert. Zwar nicht so offensichtlich romantisch wie 1981 bei Charles und Diana, aber doch irgendwie rührend. Eine reife Liebe…

Synastrie

Bemerkenswert ist, dass die Achsen des Paares eng aufeinander liegen. Die Achsen werden in der Partnerschaftsastrologie oft vernachlässigt; zu Unrecht. Sie zeigen an, wie wir uns im Leben ausrichten (AC); uns zeigen, die Umwelt wahrnehmen (DC), welche Ziele wir im Leben haben (MC) und wo wir her kommen (IC). Eine ähnliche Ausrichtung ist hierbei immer von Vorteil. Charles Skorpion-Sonne steht im Trigon zu Camillas Krebs-Sonne. Ihr volles 12.Haus ist ein Hinweis darauf, dass sie sich im Hintergrund halten kann und mag. Ihre Saturn-Pluto-Konjunktion steht auf seinem Aszendenten und gibt ihm Kraft. Gleichzeitig ist seine Ausstrahlung (AC) für sie sowohl magnetisch (Pluto), als auch erdend und mit Treue (Saturn) verbunden.

Die freundschaftliche Note; die Tatsache, dass beide so gut miteinander reden können und sich verstehen, wird durch das Trigon von Charles‘ Merkur zu Camillas Mond-Venus-Konjunktion angezeigt. Sein Mars in Oppositon zu ihrem Uranus erklärt, warum ihre (sexuelle: Mars) Beziehung so vielen Schwankungen unterlag und sie für ihn zeitweilig unererreichbar (Uranus) war.

Charles Aspekt Camilla
  • Sonne
  • Sonne
  • AC
  • MC
  • Mars
  • Merkur
  • Konjunktion 
  • Trigon 
  • Konjunktion 
  • Konjunktion 
  • Opposition 
  • Trigon 
  • Jupiter
  • Sonne
  • AC
  • MC
  • Uranus
  • Mond-Venus