Der große Prüfer; Hüter der der Zeit; Entwicklungs- und Reifungs-Potenzial

Saturn steht – gleichsam als Antagonist zu Jupiter – für das ernste, begrenzende und eher schwere Prinzip in der menschlichen Psyche. In der alten Astrologie galt er als Zeichen für Böses/Pech/ Strafe/ Tod und wurde ausschliesslich negativ im Sinne von „hartem Schicksal“ begriffen. Heute gilt er eher als Hinweis für die wichtigen Lektionen, über die ein Individuum zur Reifung gelangen kann. Er ist den Tierkreiszeichen Steinbock und Wassermann zugewiesen.


Astronomisch:

Saturn braucht 29 Jahre für die Zodiakdurchquerung und hält sich ca. 2 Jahre in einem Zeichen auf.


Das Saturn-Prinzip kann auf 3 verschiedenen Ebenen gelebt werden, abhängig von der Entwicklungsstufe des Horoskopeigners:

1.) Stadium des Verharrens in der Opferrolle:

Sich Saturn als „strafendem Über-Ich“ ausgeliefert und unterlegen fühlen.

Saturn wird im „Aussen“ (z.B. Schicksal) gelassen, keine Übernahme von Verantwortung.

Stichworte:

  • Generelle Angst vor Autoritäten, Prüfungen, Herausforderungen, dem Leben allg.
  • Hemmung
  • Blockade        
  • Depression                  
  • Frustrationen
  • Übermächtiges Misstrauen                  
  • Stagnation        
  • Aufgeben              
  • Rückzug
  • Resignation                  
  • Grübeln        
  • Zögern        
  • Passivität

2.) Stadium der Überkompensation:

Saturn ist als „strafendes Über-Ich“ der dominierende Anteil der Persönlichkeit

Saturn kann aus übertriebener Anpassung und Pflichtauffassung heraus zu Zwanghaftigkeit, Härte und Verkrampfung erstarren.

Stichworte:

  • Rigidität
  • Konservatismus        
  • Strenge sich selbst und anderen gegenüber
  • Zu hohe Massstäbe              
  • Vorurteile            
  • Ablehnung        
  • Verachtung
  • Überkontrolliert                  
  • Steif            
  • Förmlich                  
  • Kalt

3.) Stadium der Integration: 

Saturn als reifer innerer Persönlichkeitsanteil, der für Struktur und Verantwortungsfähigkeit steht

Saturn mahnt zu Ernst und Pflichterfüllung, aber ohne Angst und Härte

Stichworte:

  • Reifung            
  • Disziplin  
  • Ausdauer              
  • Beherrschung            
  • Geduld
  • Weisheit            
  • Nachsicht            
  • Erfüllbare Massstäbe

Saturn in den 12 Zeichen

Saturn in Widder  

1937-39; 1967-1969; 1997-2000

Schwelle/ Angst vor:

  • Ganz allgemein zu ‚zimperlich‘: Meidung von Aggression, Spontaneität, Konkurrenzsituationen, Wettkampf, direkter offensiver Durchsetzung; Streit, Penetration

Überkompensation:

  • Überkompensation des Mangels an Mut durch kindisch-egozentrische Haltung. Druck, sich um jeden Preis beweisen zu müssen, Ausartung in Streitsucht und übertriebene Härte, Kälte und aggressiv-mitleidlosem Verhalten anderen gegenüber aus Angst, davor, zu kurz zu kommen oder nicht ernst genommen zu werden

Integration:

  • Mut zu neuen Erfahrungen, mutiges und verwegenes Verhalten, sich „holen, was man will!“, sich Konkurrenzsituationen zu stellen und sich selbst nicht zu wichtig nehmen. Unabhängigkeit im Handeln, Entwicklung von Eigeninitiative und Ausdruck der eigenen Persönlichkeit, Selbstbewusstsein und innerer Stärke

Saturn in Stier

1939-1941; 1969-1971; 2000-2002

Schwelle/ Angst vor:

  • Unbestimmte, irrationale Furcht vor Verlust von Kontrolle und Sicherheit und dass Entbehrung und Ruin eintreten könnten. Wenig Gefühl für den eigenen Wert, schlecht entwickelte Genussfähigkeit

Überkompensation: 

  • Des Mangels an Genussfähigkeit und Sicherheit durch hemmungslose Gier, zum Schlemmen und Horten. Sturer Konservatismus und Trägheit.

Integration:

  • Stetiges und diszipliniertes Arbeiten, um sich materiell abzusichern und sich auf diese Weise von den Zwangsgedanken befreien zu können, nicht genug zu haben. Lernen, sich etwas zu gönnen, ohne dauernd „über die Stränge schlagen“ zu wollen. Ziel ist zufriedene Bescheidenheit, gesundes Realitätsbewusstsein, angemessenes Sicherheitsstreben, ausgewogene Genussfähigkeit, klares Eigenwertgefühl. Vertrauen darauf, dass man sich immer selber wird ernähren können.

Saturn in Zwillinge  

1941-1943, 1971-1973; 2002-2004

Schwelle/ Angst vor:

  • Angst davor, von anderen für begriffsstutzig oder langweilig und unkritisch angesehen zu werden. Angst, sich nicht verständlich machen zu können

Überkompensation:

  • Der Mangel an Entspannung und Ernsthaftigkeit in Geistesdingen wird durch übertrieben skeptische und abwertende Haltung anderen Meinungen gegenüber „ausgeglichen“. Zu viele verschiedene Interessen stehen Tiefgang im Weg und machen oberflächlich. Zynisch, verbittert, in Widersprüchen und Gegensätzen, Besserwisserei und nagenden Zweifeln verfangen

Integration:

  • Kombination von ausdifferenzierter Wahrnehmungsfähigkeit mit dem Beherrschen der Fakten. . Disziplin und Objektiviät beim Sammeln und Darlegen von Fakten, den grossen Zusammenhang nicht aus den Augen lassen. Ziel ist konzentriertes, ernsthaftes, folgerichtiges Denken, stets auch bereit sein, beide Seiten zu hören und offen zu bleiben, ohne dabei sarkastisch zu sein. Vertrauen in die eigenen Geistesgaben

Saturn in Krebs 

1943-1945; 1973-1975

Schwelle/ Angst vor:

  • Angst davor, beim Zeigen von Gefühlen für übertrieben sentimental gehalten zu werden. Angst vor der eigenen Gefühlstiefe, vor allem Abwehr gegen familiäre, „klebrige“ Enge, Angst, vor allem, was weich, weiblich, versorgend ist, „überwältigt“ zu werden.

Überkompensation:

  • Dem Mangel an Vertrauen begegnet man, indem man sich „gezwungen“ fühlt, eine Familie zu gründen. Man schwelgt in vermeintlich besonders tiefen – meist sehr schwermütigen Gefühlen: ‚Gefühlsexibitionismus‘

Integration:

  • Kontaktaufnahme‘ zu den eigenen Emotionen und deren möglichst authentischer Ausdruck.
  • Überwindung der Furcht vor der eigenen Sensibilität und Verletzlichkeit. Reflexion über die eigenen „Wurzeln“; Experimentieren mit Versorgen versus Versorgt-Werden, ohne dabei völlig abhängig zu werden.
  • Ziel ist das Ernstnehmen von Gefühlen, gesunde Selbsterforschung, frei von frustrierender Unterdrückung, um den „inneren Frieden“ zu finden, das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit zu erleben, ohne sich dabei völlig abhängig-symbiotisch zu fühlen

Saturn in Löwe

1945-1947; 1976-1978

Schwelle/ Angst vor:

  • Angst davor, „gewogen, und für zu leicht“ befunden zu werden, zu versagen und das Gesicht zu verlieren.
  • Generelle Befürchtung, nicht beachtet zu werden bei gleichzeitiger Angst, in den Mittelpunkt zu gehen und sich zu zeigen. Schwierigkeiten mit Autoritäten

Überkompensation:

  • Dem Mangel an Selbstvertrauen wird durch die Vorstellung begegnet, dass man immer besonders grossartig und grosszügig sein muss.
  • Jeder Tag muss spektakulär sein, man muss um jeden Preis auffallen und „„die Klappe aufreissen“ , ist immer auf der Suche nach Aufregung und hat die Neigung, Menschen anzuziehen, die sich blenden lassen und einen daher „bewundern“.

Integration:

  • Würdevolle Bescheidenheit lernen, sich selbst zu vertrauen, ohne sich zu überschätzen und ohne angeben zu müssen.
  • Sich vor Situationen, die Verantwortung und Leistungsmessung erfordern, nicht einschüchtern zu lassen. Ziel ist ein freier, aber selbstkritischer Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. freier Ausdruck der Persönlichkeit, würdevolle Bescheidenheit, Verantwortungsbewusstsein, Führerrolle übernehmen können, gesunde Selbstkritik

Saturn in Jungfrau

1948-1950; 1978-1980; 2006-2009

Schwelle/ Angst vor:

  • Angst davor, nicht allen Details gerecht zu werden, daher grosse Scheu, überhaupt eine Arbeit anzufangen.
  • Angst vor Bewertung, nicht perfekt genug zu sein.
  • Angst, als nutzlos, ungeschickt und ungebildet zu gelten. Diffuse Angst, sich anzustecken, krank zu werden.

Überkompensation:

  • Dem Mangels an Vertrauen gegenüber eigener Leistungsfähigkeit wird dadurch begegnet, dass man eine übertrieben kritische Anspruchshaltung sich selbst und anderen gegenüber einnimmt.
  • Übereifrig, pedantisch, Kritiksucht, nie zufrieden, Workoholic.
  • Auch Putzfimmel, Fitnesssucht, Ernährungspedant. Generell wird alles gemieden, was als „laissez-faire“, faul, schlampig und unkritisch gelten könnte.

Integration:

  • Vertrauen in die eigene Kompetenz und Nützlichkeit entwickeln, ohne sich dabei aufzugeben.
  • Ordnung, Genauigkeit und Reflexion üben, ohne in Pedanterie abzukippen.
  • Lernen, dass letztendlich Perfektion Tod bedeutet, das Streben nach Vervollkommnung jedoch das Leben befeuern kann.
  • Ziel ist eine tiefe Befriedigung durch die Bewältigung von Einzelheiten indem man Ordnung und Disziplin einsetzt, „Aristokratie der Arbeit“. Themen, die erlernt werden müssen: Häuslichkeit, Organisationstalent, Genauigkeit, Sorge um Hygiene und Gesundheit, Analyse; „Die Spreu vom Weizen trennen“

Saturn in Waage

1951-1953; 1980-1982; 2009-2012

Schwelle/ Angst vor:

  • Angst davor, auf andere zu viel Rücksicht nehmen zu müssen. Unbehagen, beim Gedanken, sich bindend auf eine Partnerschaft einzulassen und abhängig zu sein. Angst vor der Beurteilung der eigenen Attraktivität. Schwanken zwischen Gefallsucht und Gleichgültigkeit

Überkompensation:

  • Überkompensation des Mangels an Diplomatie durch übertriebenes und gleichzeitig innerlich lustloses Sozialverhalten: grosser Bekanntenkreis, viele gesellschaftliche Verpflichtungen.
  • Man geht Partnerschaften ein, um den vermeintlichen Erwartungen der Umwelt gerecht zu werden. Kommt allen Verpflichtungen und Versprechungen nach, egal ob man Lust hat, oder nicht

Integration:

  • In der Beziehung zu anderen Menschen Reife und Ernsthaftigkeit an den Tag legen.
  • In Partnerschaften verbindlich und verantwortungsbewusst sein zu können.
  • Sich auf sein Urteilsvermögen und Gerechtigkeitsempfinden verlassen zu können Versuch, auch innerhalb der Partnerschaft eine eigenständige Person zu bleiben.

Saturn in Skorpion  

1953-1955, 1982-1984, 2012-2014

Schwelle/ Angst vor:

  • Angst vor destruktiver Macht, emotionaler Verpflichtung, sexueller Hingabe, Tiefe, Leidenschaftlichkeit der eigenen Gefühle. Seelische Verstrickungen, Abhängigkeit, Tod.

Überkompensation: 

  • Von Dunklem/ Verbotenem und Tabus übertrieben angezogen sein. Besessen davon, über andere Macht ausüben zu müssen. ‚Sexuelle Sammelwut‘, Okkultismus, Voodoo

Integration:

  • Überwindung der Ohnmachts-/Abhängigkeitsphantasien.
  • Entwicklung von Hingabefähigkeit in Sexualität.
  • Dem Drang zur Erforschung des Tiefen angstfrei nachgehen können.
  • Tiefe zu erspüren, ohne ausschliesslich die Dunkelheit und Hoffnungslosigkeit zu sehen. Vertrauen in die Hoffnung im Leben entwickeln.
  • Das Bösartige nur als ein Extrem eines Kontinuums zu sehen.

Saturn in Schütze

1956-1958; 1986-1989; 2014-2017

Schwelle/ Angst vor:

  • Angst, an Glaubensfragen, an der Hoffnungslosigkeit oder Abwegigkeit des Lebens zu scheitern. Angst vor „Überfremdung“, weiten Reisen, Bildung und der eigenen Bedeutungslosigkeit.

Überkompensation:

  • Entwicklung eines selbstgerechten, bigotten, strengen und dogmatischen Glaubenssystems. Verbissener Atheismus oder Scheinheiligkeit. Prüde Sittenstrenge, „moralinsaurer Spassverderber“. Viele Reisen, die zwar überorganisiert aber letztlich emotional und inhaltlich ereignislos sind.

Integration:

  • Den ganz persönlichen Sinn im Leben zu finden, sich geistig zu entfalten, Toleranz zu üben. Offen für alles Fremde sein, moralische Werte entwickeln; Idealismus und Zuversicht.

Saturn in Steinbock

 (im eigenen Zeichen)   1959-1961, 1989-1991

Schwelle/ Angst vor:

  • Angst davor, zu versagen. Angst von Autoritäten kontrolliert, eingeschränkt und unterdrückt zu werden, in die „Pflicht“ genommen zu werden.

Überkompensation:

  • Verbissene Karrierefixierung. Rigide Strenge mit sich selbst und anderen. Leistungssport, Verachtung gegenüber allem Anschein von Müssiggang. Kann sich selbst versklaven.

Integration:

  • Entwicklung gesunder Selbstdisziplin, Verantwortungsbereitschaft, Zielstrebigkeit, eigener Autorität und nüchterner Klarheit, um sich konzentrieren zu können. Die eigenen Ambitionen durch Geduld und Beharrlichkeit verwirklichen.

Saturn in Wassermann 

(im eigenen Zeichen) 1962-1963; 1993-1995

Schwelle/ Angst vor:

  • Angst vor Einsamkeit, Verlassenheit, Unterlegenheit gegenüber der Gruppe. Hemmungen, die eigenen Eigenarten zu leben, weil man damit vielleicht nicht mehr „dazu gehören“ und zum Outlaw werden würden könnte. Angst vor allem, was neu und gewagt ist.

Überkompensation:

  • Demonstration krankhaftem Eigensinns bei ständigem und störrischem Bestehen auf Extravaganz. „Verrücktes“ und auffälliges Verhalten, um auf keinen Preis so wie die breite Masse zu sein. Reform und Umsturz um jeden Preis!

Integration:

  • Es geht um eine reife, gelassene Art, die eigene Unabhängigkeit und Individualität zu demonstrieren und gegenüber Experimenten, Neuerungen, Entwicklungen und Erfindungen nüchtern zu bleiben.

Saturn in Fische

 1964-1966, 1995-1996

Schwelle/ Angst vor:

  • Angst vor dem Chaos, sich zu verlieren, vor allem Unüberschaubaren, tiefen Emotionen.
  • Angst davor, Mitgefühl entgegengebracht zu bekommen, hilflos zu sein, anderen hörig zu werden und von ihnen ausgenutzt zu werden.

Überkompensation:

  • Selbstaufopferung um jeden Preis.
  • Sich in Schuldgefühle und Empfindungen der eigenen Wertlosigkeit hineinsteigern.
  • Alles, was mit Mystizismus zu tun hat, muss um jeden Preis ausprobiert werden.
  • Magische Anziehung von Heimen, Krankenhäusern, geschlossenen Anstalten.
  • Glaubt, nur durch Dienst am Nächsten Glück empfinden zu können.

Integration:

  • Entwicklung echter Nächstenliebe, ohne sich selbst dabei abwerten oder verlieren zu müssen.
  • Einfühlsamkeit und reifes Vertrauen in den eigenen „höheren Lebensplan“ (höheres Selbst)
  • Bereitschaft, sich und anderen zu vergeben und zu verzeihen.

 

Saturns Reise durchs Horoskop

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