Chiron – Wunden


‚Der Wanderer zwischen der geistigen und der materiellen Welt‘

Chiron wurde erst 1977 entdeckt und bildet eine Brücke zwischen dem Paar der überpersönlichen Planeten Jupiter und Saturn und den Generationsplaneten Uranus, Neptun und Pluto. 

Chiron vermittelt zwischen der körperlichen und der geistigen Seite. Es gibt einen karmischen Schmerz (Saturn), gleichzeitig die Chance, geistig (Uranus) sich über den Schmerz zu erheben, indem man Gleichgesinnte sucht.


Dimensionen des Chiron:

  • Der Hässliche
  • Der Aussenseiter/ Ausgegrenzte
  • Die Wunde
  • Akzeptanz versus Abwehr
  • Das Zeigen und Teilen
  • Die ‚Heilung‘ / Das Lecken der Wunde
  • Der Heiler

Chiron in den 12 Tierkreiszeichen

Astronomische Besonderheit: Seine Verweildauer in den Zeichen ist sehr unterschiedlich lang. So bleibt er beispielsweise sieben bis acht Jahre in den Fischen und im Widder (Aphel, sonnenfernster Punkt). Dagegen verweilt er nur etwa anderthalb bis zwei Jahre in der Jungfrau und in der Waage (Perihel, sonnennächster Punkt). Im Perihel verläuft seine Bahn sogar noch innerhalb der Saturnbahn. Wenn er seinen Aphel erreicht, kommt sie bis knapp an die Uranusbahn, jedoch ohne sie zu schneiden


Chiron in Widder: Die Lebenskampf-Wunde

1918-1926; 1968-1976

  • Verletzung durch Kampf und Aggression, Herausforderungen oder Angriffe. Gefühl aus der Kindheit, Opfer von Menschen gewesen zu sein, die einen überrollt haben, so das man den Lebenskampf gar nicht antreten konnte.
  • Gefühl: Dem Leben nicht gewachsen zu sein, für sich selbst nicht einstehen können da Kraft und Mut fehlen, immer ‚im Krieg‘ mit sich selbst und der Welt.
  • Abwehr: Über übersteigerte Aggression: Ich gegen den Rest der Welt!
  • Heilung darüber, anderen Mut zu machen und so die eigene Stärke zu spüren.

Chiron in Stier: Die sinnliche Wunde

1926-1927; 1933-1934; 1976-1977

  • Verletzung über den Verlust von Heimat, Besitz, in der Kindheit Einschränkung sinnlich-lustvoller Impulse.
  • Gefühl des Entwurzelt-Seins, Unwohlsein im Körperlich-Sinnlichen, Angst vor Verlust
  • Abwehr: Übertrieben besitz-ergreifendes und stures Verhalten, Festhalten um jeden Preis.
  • Heilung darüber, anderen Sicherheit zu geben und körperliche Nähe.

Chiron in Zwillinge: Die Ratio-Wunde

1933-1937; 1983-1988

  • Verletzung durch übergroße Rationalität und Unverbindlichkeit, zu viele Meinungen, zu viele Wahrheiten, so dass ein Gefühl der ständigen Ambivalenz nervös und unruhig macht.
  • Abwehr: Über einen übertriebenen Hunger nach vielen Kontakten, Aufregung und Informationsinput wird die Wunde über Zynismus und Rationalisierung verdeckt.
  • Heilung über den kommunikativen Austausch: Reden ist Hilfe: Man ist ist nicht alleine!

Chiron in Krebs: Die Bedürftigkeits-Wunde

1940-1941; 1988-1991

  • Verletzung entweder durch erdrückende Übermutterung oder das Gegenteil: Gefühlskälte und Unterversorgung.
  • Gefühl der Unsicherheit, was die eigene Bedürftigkeit, kindliche, aber auch mütterliche Anteile angeht.
  • Abwehr über eine Vermeidung emotionaler Nähe, Versorgen ohne Liebe, das innere Kind verhungern lassen.
  • Heilung über das Einlassen auf emotionale Beziehungen, die mit Trauer und Schmerz verbunden sind, um Geborgenheit zu geben.

Chiron in Löwe: Die Stolz-Wunde

1940-1943; 1991-1993

  • Verletzung durch Machtherrlichkeit, Egozentrik und übertriebene Eitelkeit. In der Kindheit Verlust von Würde; ausgelacht oder ignoriert werden.
  • Gefühl: Egal, wie viel Applaus und narzisstische Zufuhr es gibt, man fühlt sich immer minderwertig.
  • Abwehr: Leugnen, das man Bestätigung braucht, Gefühle von Kleinheit und eigene Schwächen negieren.
  • Heilung darüber, anderen dabei zu helfen, auf sich stolz zu sein und so die eigene schöpferische Kreativität und Großzügigkeit zu spüren.

Chiron in Jungfrau: Die Kritik-Wunde

1943-1945; 1993-1995

  • Verletzung über ein Übermaß an Kritik, Sorge und Perfektionismus, aus dem ein Gefühl der ständigen Unvollkommenheit resultiert, man fühlt sich labil und chaotisch.
  • Abwehr: Übermäßige Kritiksucht (auch an sich selbst), Ordnungsdrang und Pedanterie.
  • Heilung über das Dienen und Ordnen bei anderen, das Trost und das wohltuende Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun, bringt. Lernen zu akzeptieren, daß das Leben immer auch etwas Chaotisches hat, das man nicht kontrollieren kann, man aber in kleinen Bereichen ordnen kann.

Chiron in Waage: Die Wunde des ’schönen Scheins‘

1944-1945; 1995-1997

  • Verletzung über Oberflächlichkeit, Diplomatie und Ausweichmanöver auf Kosten von Ehrlichkeit und Courage.
  • Gefühl, das Beziehungen immer Glatteis und Tellerminen bedeuten macht unsicher: Wem kann man trauen? Worte können gefährlich sein oder völlig nichtig? 
  • Abwehr: Sich alles auf Distanz halten, den schönen Schein wahren.
  • Heilung: Beziehungen können verletzen aber auch trösten. 

Chiron in Skorpion: Die Ohnmachts-Wunde

1946-1948; 1997-1999

  • Verletzung über psychischen Missbrauch, Manipulation und Unterdrückung.
  • Gefühl des Misstrauens und der unterschwelligen Rache.
  • Abwehr: Neid, Eifersucht, andere beeinflussen wollen bei gleichzeitiger Unfähigkeit, sich fallen zu lassen und vertrauen zu können.
  • Heilung über die Erfahrung, das andere genauso viel Angst davor haben, verletzt zu werden und das ein gewisses Maß an Schmerzen in Beziehungen notwendig sind, um seelisch zu wachsen.

Chiron in Schütze: Die Glaubens-Wunde

1948-1951; 1999-2001

  • Verletzung durch Fanatismus, Intoleranz und falscher Religiosität oder durch das Aufwachsen in einem Umfeld der Sinnlosigkeit, wodurch es schwer fällt, an etwas zu glauben.
  • Gefühl: Das Leben ist sinnlos und banal, tiefe Sehnsucht nach Sinn und Anregung.
  • Abwehr: Die Suche nach dem Guru, nach dem Heil in der Fremde.
  • Heilung: Menschen, die eine Vision teilen, sind sich auch im Herzen nahe. Fremde trösten, sich Fremden zeigen und den Schmerz der Leere teilen, um neuen Glauben zu schöpfen.

Chiron in Steinbock: Die Autoritäts-Wunde

1901-1904; 1951-1955

  • Verletzung über Strenge, Autorität und Strukturen, die unbarmherzig und menschenverachtend sind.
  • Gefühl der Ohnmacht gegenüber Respektspersonen, Unfähigkeit, sich abzugrenzen und sich etwas zuzutrauen.
  • Abwehr: Überangepasst an Regeln und Prinzipien, Karriere um jeden Preis.
  • Heilung über sinnvolle harte Arbeit, mit anderen geteilt, damit das eigene Lebensgefühl an Struktur und Sicherheit gewinnt.

Chiron in Wassermann: Die Aussenseiter-Wunde

1905-1910; 1955-1960

  • Verletzung über Ausgrenzung, sich fremd und aussengestossen fühlen, ein ‚Alien‘, der zu keiner Gruppe gehört, keine Gleichgesinnten hat.
  • Gefühl, ein ständiger Aussenseiter zu sein, ein ‚Ailien‘
  • Abwehr über übertriebene Distanziertheit, Rationalität, Verhindern alles Persönlichem, übertriebenes Einsiedlertum.
  • Heilung über das Finden von Gleichgesinnten, anderen Aliens‘, ‚zusammen ist man weniger allein‘. Erkenntnis, das innerlich jedes Wesen alleine und doch mit allen anderen verbunden ist.

Chiron in Fische: Die Verlassenheits-Wunde

1961-1968; 2011-2018

  • Verletzung durch Lügen/ Betäubung/ Enttäuschung/ Unerfüllte Sehnsucht. In der Kindheit keine echte Nähe erlebt haben, kein Gefühl des Vertrauens, sich nicht fallen lassen zu können.
  • Gefühl: Verschmelzungswünsche bei gleichzeitiger Angst vor dem sich Verlieren und vor Betrug.
  • Abwehr: alles heimlich zu machen, da immer jemand kommen kann, der alles entlarven kann. Sich mit Drogen in Rauschzustände flüchten, die einem das Gefühl vorspielen, sinnlich verschmelzen zu können und so völlige Hingabe zu erleben. 
  • Heilung: Überwindung der großen Traurigkeit, Angst vor dem Alleinsein; Angst vor Mitleid, sich betäuben wollen, um die innere Leere nicht spüren zu müssen. Das Teilen spendet Trost und gibt Nähe.

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Chiron - Die ungerechte Wunde Psychologische Astrologie Berlin Hamburg
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