Schwierige Aspekte und Figuren im Horoskop - Fallarbeiten zum Üben

Aspektfiguren im Horoskop: Das T-Quadrat:
Der wackelige dreibeinige Stuhl 

Das T-Quadrat: Eine häufige Konstellation, die es in sich hat. Die Aspektfigur ‚T-Quadrat‘ besteht aus drei spannungsreichen, harten Aspekten. Diese sind folglich zwei Quadrate und eine Opposition. Diese Konstellation kommt laut Tracy Marks in über 40% aller Horoskope vor. Sie äußert sich beispielsweise in viel Unzufriedenheit und Frustration. Gleichzeitig aber auch mit einem großen Potenzial an konstruktiver Freisetzung von Energie. Nichts birgt in der Psyche größere Chancen an innerem Wachstum als der Ansporn, innere Spannungen und das Gefühl einer nagenden Unzufriedenheit durch Reifung und Selbstüberwindung zu meistern. Solche Menschen fühlen sich oft zu großen Leistungen angespornt.

Aber diese Hürde ist hart und erfordert ein hohes Maß an Mut und Zähigkeit, denn die Dynamiken von Opposition und Quadrat sind grundlegend verschieden!

Die Opposition 

Das Problem der Opposition ist die Spannung zwischen sich ständig aufs Neue offenbarenden Widersprüchen, die sich oft in äußeren Bedingungen und in anderen Personen manifestieren. Diese Herausforderung verlangt einen Ausgleich und ein aktives Bemühen, auf andere zuzugehen, indem man eigene Projektionen überprüft und einen Mittelweg findet.

Das Quadrat

Beim Quadrat hingegen liegt die Spannung in uns selbst. Hier suchen wir Impulse, Bedürfnisse und Gefühle, die sich gegenseitig blockieren und frustrieren. Hierdurch verknotet sich sozusagen viel Energie. Man fühlt sich unfrei und unglücklich. Die Lösung liegt hier darin, sich durch Selbsterkenntnis besser zu akzeptieren. Man lernt, mehr Wertschätzung für die eigene Widersprüchlichkeit zu entwickeln und neue Fähigkeiten entwickeln, um mit den inneren Spannungen fertig zu werden. Dies erfordert ein hohes Maß Geduld und Kreativität, indem man neue Umgangsweisen ausprobiert. 

Was aber passiert, wenn Quadrat und Opposition zusammenkommen?

Das T-Quadrat bündelt die Spannungen der beteiligten Aspekte, man lebt wie unter einem Gefühl der ständigen Herausforderung. Hierbei reagieren wir auf äussere Hindernisse und Widersprüche, indem wir andere (oder ‚das Schicksal‘) als Feinde ansehen und uns auf uns selbst zurückgeworfen fühlen und dabei überfordert fühlen.

Die Rolle der Qualität: Kardinal, Fix oder Veränderlich? 

Der Energiefluss dieser Herausforderung kann grob in drei Ausdrucksformen eingeteilt werden:

Kardinal (Beteiligung der Zeichen Widder, Krebs, Waage, Steinbock, der Häuser 1,4,7 und 10)

Auswirkung: Viel aktive Energie, Herausforderungen werden direkt und spontan angegangen, wobei man zu viel, zu schnell, zu unüberlegt handelt und vieles verpufft.

Aufgabe: Geduld, lieber weniger, aber gezielter und überlegter handelt, mit den Kräften haushalten und andere miteinbeziehen.

Fix (Beteiligung der Zeichen Stier, Löwe, Skorpion, Wassermann, der Häuser 2, 5, 8 und 11)

Auswirkung: Viel zähe Energie, die festhält, aushält, sich abschottet, wie ein Fels in der Brandung oder eine Bambuspflanze, die nie zerbricht. Energie wird zwanghaft und defensiv gegen die Aussenwelt mobilisiert, gegen Veränderungen und Kompromisse.

Aufgabe: Loslassen, sich auf Neues und Neubewertungen einlassen, aus dem Schneckenhaus oder der inneren Zitadelle herauskommen.

Veränderlich (Beteiligung der Zeichen Zwillinge, Jungfrau, Schütze, Fische, der Häuser 3, 6, 9 und 12)

Aufgabe: Konzentration und Konsequenz: Innehalten und Nachwirken lassen, eigene Standpunkte vertreten, eigene Pläne entwickeln

Auswirkung: Geistig rege, neugierig, mobil und meinungsfreudig, immer in Bewegung. Hierbei verzettelt man sich, bleibt unverbindlich und wetterwendisch, kann sich nicht entscheiden und bleibt passiv.

Lass Rocken Psychologische Astrologie Berlin Hamburg

Der Brennpunkt oder ‚Apex‘

Die Position des Planeten, der die beiden Quadrate zur Opposition bildet, wird Brennpunkt oder ‚Apex‘ genannt. Dieser ist der Schlüssel zur Dynamik dieser Figur. Er bringt mit seinen Themen das Problem, aber auch gleichzeitig die Lösung. So kann der Mond hier ein Übermaß an Empfindlichkeit, Launenhaftigkeit und der Weigerung, erwachsen zu werden anzeige.  Jupiter hingegen bringt ein Übermaß an Erwartungen und Naivität.  Und Uranus zeigt die überspannte Neigung an, alles anders machen zu müssen und nirgendwo dazugehören zu wollen.

Der Mond könnte hier beispielsweise dafür sorgen, sich selbst emotional zu stabilisieren und Verantwortung für sich zu übernehmen. Jupiter sollte seine Ziele relativieren, um mehr tatsächliche Erfolgserlebnisse zu haben. Uranus hingegen  kann lernen, das man nicht alles umstossen muss und kleine Veränderungen oft schon ausreichen, um das Leben aufregend und bunt zu gestalten.